Forderung nach mehr Präsenz der EU-Abgeordneten

Gruppenbild am Rande des 74. Sudetendeutschen Tags in Augsburg: Bernd Klippel (2. von rechts), Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft im Altkreis Gelnhausen und stellvertretender SPD-Vorsitzender in Linsengericht, mit Natalie Pawlik MdB und Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedler, Ronia Enders, Co-Vorsitzende der SPD Bayern sowie Roucek Libor, Mitglied des Europaparlaments und Sozialdemokrat.

Politik
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„Die Festigung Europas als starke politische Gemeinschaft hängt im Wesentlichen davon ab, wie eng sich Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Mitgliedsstaaten dem Europagedanken verbunden fühlen und dem nationalstaatlichen Denken eine Absage erteilen.“



Bernd Klippel, Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft im Altkreis Gelnhausen und stellvertretender SPD-Vorsitzender in Linsengericht, fordert für die nächste Legislaturperiode mehr Präsenz der EU-Abgeordneten an der Basis – in Landkreisen, Städten und Gemeinden. In vielen Gesprächen am Rande des 74. Sudetendeutschen Tags in Augsburg sei deutlich geworden: „Europa fängt ganz unten an.“

Der Eidengesäßer Bernd Klippel, gewähltes Mitglied der Sudetendeutschen Bundesversammlung für die Heimatlandschaft Elbetal sowie erweitertes Mitglied des Bundesvorstands der Seliger-Gemeinde (Sudetendeutsche Sozialdemokraten), weiß, wovon er spricht:„Als langjähriger Gemeindevertreter im Linsengerichter Ortsparlament habe ich die Erfahrung gemacht, dass all unsere politischen Zielsetzungen nichts fruchten, wenn wir nicht im ständigen Gespräch und direktem Austausch mit unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern stünden.“

Als „Vorreiter“ eines Europas ohne Grenzen nannte Klippel das jahrzehntelange Engagement der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die gleich nach Krieg und Vertreibung die Freundschaft mit den tschechischen Landsleuten gesucht hätte. Alljährlicher Höhepunkt dieses Engagements, das sich in zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen und Initiativen darstellt, sei der Sudetendeutsche Tag, der sich in diesem Jahr unter das Motto „Sudetendeutsche und Tschechen – miteinander für Europa“ stellte. Als Völker im Herzen Europas hätten Sudetendeutsche und Tschechen schon früh Verantwortung für ein gemeinsames Europa übernommen. Mit einem Blick in die Geschichte erinnert Klippel daran, dass es mit Richard Graf Coudenhove-Kalergi aus Ronsperg in Böhmen ein Sudetendeutscher gewesen sei, der 1922 die Paneuropa-Bewegung begründete. Klippel: „Zu Recht kann die europäische Einigung daher als eine sudetendeutsche Erfindung bezeichnet werden.“

Die Bilder des diesjährigen Volkstreffens in Augsburg hätten eindrucksvoll dokumentiert, wie lebendig und zukunftsorientiert der Wille nach Gemeinschaft sei: „Mit uns diskutiert und gefeiert haben nicht nur viele junge Menschen, sondern auch besonders zahlreiche Gäste aus Tschechien.“ Als „Ermutigung an alle, die „gedanklich noch dem Nationalstaat verhaftet sind“ nannte Bernd Klippel die Verleihung des Karls-Preises 2024 an den langjährigen Luxemburger Premierminister und Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker. Klippel schloss sich den Worten von Bernd Posselt, ehemaliger Europaabgeordneter und Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft an, der Juncker in seiner Laudatio als einen „herausragenden Staatsmann und luxemburgischen Patrioten, der gleichzeitig keinem Nationalstaat gehört, sondern allen Europäern“ bezeichnete.

Das unermüdliche Arbeiten Junckers für ein geeintes Europa, das seinen festen Platz in den Köpfen aller Europäerinnen und Europäer findet, sieht Klippel als Auftrag an alle demokratischen Abgeordneten im neuen Europaparlament. Sein Appell an die künftigen ParlamentsvertreterInnen: „Geht in die Fläche, redet mit den Menschen in Städten und Gemeinden. Wir brauchen, angesichts des brutalen Kriegs in der Ukraine, mehr denn je ein starkes, geeintes Europa.“

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Gruppenbild am Rande des 74. Sudetendeutschen Tags in Augsburg: Bernd Klippel (2. von rechts), Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft im Altkreis Gelnhausen und stellvertretender SPD-Vorsitzender in Linsengericht, mit Natalie Pawlik MdB und Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedler, Ronia Enders, Co-Vorsitzende der SPD Bayern sowie Roucek Libor, Mitglied des Europaparlaments und Sozialdemokrat.


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