Kongress zur Transformation erneut großer Erfolg

Nicht nur der Themenkomplex „Transformation“ war gut besucht, auch das Thema Künstliche Intelligenz stieß bei den Teilenehmenden großes Interesse, wie hier beim Vortrag von Philippe Jacquemin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Darmstadt.

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„Gut besucht, wertvolle Informationen, Austausch auf hohem Niveau, neue Erkenntnisse, großes Interesse bei den Teilnehmenden und wir gehen alle ein bisschen schlauer nach Hause“: Dieses positive Resümee zog Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) am Ende des Kongresses „Forum 2030“ in Bad Soden-Salmünster.



Bei der Veranstaltung im Spessart Forum hatten sich vor kurzem mehr als 200 Fachleute und Interessierte aus vielen Bereichen getroffen, um sich über die Herausforderungen auszutauschen, vor denen Wirtschaft und Arbeitswelt im Main-Kinzig-Kreis in den kommenden Jahren stehen. Dazu gehört neben der digitalen Transformation zum Beispiel auch der demografische Wandel und der Fach- und Arbeitskräftemangel. Impulse geben und dazu ermuntern, Veränderung gemeinsam aktiv zu gestalten: Das waren zwei der Hauptanliegen des Kongresses, der bereits zum vierten Mal mit großem Erfolg stattfand. Drei Bereiche wurden in den Fokus gerückt: die Transformation der Wirtschaft, die Mobilität und die Digitalisierung. Mit dem Dreiklang erweiterte der Main-Kinzig-Kreis als Veranstalter das Themenspektrum im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal deutlich.

Fachleute aus Wissenschaft und Unternehmen, Behörden und Politik berichteten in sechs Expertenrunden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Im Themenblock „Transformation“ moderierte Dr. Christa Larsen vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt zwei Expertenrunden. Gut besucht war dabei vor allem die Vormittagsrunde, die sich mit dem Reallabor Main-Kinzig-Kreis befasste. In diesem hessenweit einmaligen Pilotprojekt, gefördert vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und wissenschaftlich begleitet durch das IWAK, werden die Folgen des Wirtschaftswandels im Main-Kinzig-Kreis analysiert und Lösungsstrategien entwickelt. Es sollen neue Erkenntnisse gewonnen und Maßnahmen zusammengestellt werden. Diese dienen nicht nur dazu, Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis, sondern auch andere Kommunen oder Wirtschaftsräume in Hessen bei der Wirtschaftstransformation zu unterstützen, wie Claudia Wesner, Leitung der Stabstelle Fachkräftesicherung im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, erläuterte.

Bereits zum vierten Mal stand Bernhard Wolf, Geschäftsführer der Woco GmbH & Co KG als Referent auf dem Podium. Der Unternehmenslenker ging auf Risiken und Perspektiven der Transformation in der Automobilindustrie ein. „Die Herausforderungen an die Wirtschaft sind komplex, detailreich und von Unsicherheiten geprägt. Wir dürfen keine Angst vor Veränderung haben, wir müssen sie vielmehr verarbeiten und bearbeiten“, so Bernhard Wolf. Künstliche Intelligenz (KI) gewinne in seinem Unternehmen immer mehr an Bedeutung, genau das erwarte er auch bei allen anderen Akteurinnen und Akteuren der Wirtschaft. Wie zahlreiche Teilnehmende und Referierende des Kongresses betrachtet er die Bürokratie als einen wesentlichen Hemmschuh der Transformationskraft der Wirtschaft. In der anschließenden Talkrunde waren sich alle darin einig, dass es gelingen müsse, die Beschäftigten für die Herausforderungen und die Bedeutung von Weiterqualifizierung zu sensibilisieren.

Die beiden Expertenrunden zum Themenkomplex „Digitalisierung“ stellten insbesondere Chancen und Möglichkeiten, aber auch Risiken digitaler Technologien in den Mittelpunkt. Die Moderation hatte Thomas Weber übernommen, der seit 2022 als Chief Digital Officer für die Schul- und Verwaltungsdigitalisierung des Main-Kinzig-Kreises verantwortlich zeichnet. „Wir wollen die Unternehmen im Kreis, aber auch Kommunen in Kernthemen wie KI oder der eigenen unternehmerischen Souveränität in Sachen Digitalisierung stärken“, so Thomas Weber während der Veranstaltung. Fortlaufende Veränderungen und schwindende Stabilität von Märkten hätten wesentlichen Einfluss auf die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Fachkräftemangel und sinkende Budgets seien Treiber für Veränderungen in der öffentlichen Verwaltung. „Hochrangige regionale und überregionale Referenten konnten den Kongressteilnehmenden zu den genannten Kernthemen gute Impulse geben“, so seine Einschätzung. Vor allem die Praxisbeispiele hätten die Teilnehmenden interessiert. Dies sei in der Diskussion nach den Vorträgen deutlich geworden und bestätige das Veranstaltungskonzept.

Im dritten Themenkomplex „Mobilität“ seien Fachleute und Teilnehmende in den Expertenrunden vorrangig zwei Fragen nachgeforscht: „Wie wird die Mobilität der Zukunft aussehen?“ und „Welche Energien werden wir zur Verfügung haben?“ Rüdiger Krenkel, Geschäftsführer der KreisVerkehrsgesellschaft Main-Kinzig GmbH (KVG Main-Kinzig), ging in seinem Beitrag auf die Regionaltangente Ost ein, ein Lückenschluss zwischen Niddertalbahn und nordmainischer S-Bahn. Wird diese als Teil eines Schienenrings um Frankfurt realisiert, kann sie nach Fertigstellung bis zu zehntausend Autofahrten täglich ersetzen und Reisezeiten zum Teil um die Hälfte verkürzen: „Wenn uns die gesellschaftlich auferlegte Mobilitätswende gelingen soll, müssen wir hierfür die Voraussetzungen schaffen: Im ÖPNV müssen die Kapazitäten zur Beförderung der Fahrgäste deutlich erhöht werden, also brauchen wir mehr Fahrzeuge und zusätzliche Trassen. Die Regionaltangente Ost (RTO) ist ein wesentlicher Teilbeitrag zur Umsetzung der Mobilitätswende.“ Die KVG Main-Kinzig sei nicht nur für den ÖPNV im Kreis zuständig, sondern verstehe sich als zukunftsweisende Mobilitätsdienstleisterin. Schließlich benötige ÖPNV, Radverkehr oder Tourismus- und Freizeitverkehr Schnittstellen, auch digitale Schnittstellen, so Rüdiger Krenkel. Das Forum 2030 sieht er als sinnvolle Plattform, um gemeinsam die Basis für eine nachhaltige Transformation des Wirtschaftsraums zu schaffen. Aus diesem Grund habe sich die KVG Main-Kinzig genau wie das Amt für Digitalisierung, IT und eGovernment an der Vorbereitung der Veranstaltung beteiligt und die Auswahl der Experten verantwortet.

Abschließend bedankten sich Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann und der zugeschaltete Leiter des Referats für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, Walter Dreßbach, bei allen Beteiligten für die gute Organisation und die ebenso gute Zusammenarbeit. Die Dokumentation des Kongresses Forum 2030 ist hier zu finden: https://forum-2030.de/ .

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Der Kongress Forum 2030 wurde auch in diesem Jahr gut angenommen und hat sich als Plattforum des fachlichen Austauschs etabliert.

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Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann und Dr. Christa Larsen vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt halten das Forum 2030 für ein zukunftsfähiges Veranstaltungsformat.

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Nicht nur der Themenkomplex „Transformation“ war gut besucht, auch das Thema Künstliche Intelligenz stieß bei den Teilenehmenden großes Interesse, wie hier beim Vortrag von Philippe Jacquemin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Darmstadt.


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