„Mit einer gewaltigen politischen Kraftanstrengung von Bund, Land und Kommunen ist es den Kommunen gelungen, die Zahl der U3-Betreuungsplätze drastisch zu erhöhen. Dafür wurden in Hessen seit 2008 über 260 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Schon jetzt steht unser Bundesland mit mehr als 54.000 Plätzen bei einem Versorgungsgrad 36,3 Prozent – deutlich mehr als auf dem Krippengipfel 2007 vereinbart. Bis Ende des Jahres können die Kommunen mit bereits abrufbaren Fördermitteln des Landes mehr als 60.000 Plätze bereitstellen und damit den Versorgungsgrad auf über 40 Prozent steigern.“
Kasseckert wies darauf hin, dass die Kapazitäten in Hessen rasant ausgebaut wurden - anders als einige rot-grüne Bundesländer, wie zum Beispiel Rheinland-Pfalz, wo es keinen eigenen Betreuungsschlüssel für die Zweijährigen gibt. Auch die Qualität wurde im Blick behalten und darauf geachtet, dass hier gute Betreuungsplätze entstehen, die frühkindliche Bildung und nicht nur Kinderaufbewahrung ermöglichen. Das Land stellt ab 2014 jährlich durchschnittlich rund 425 Millionen Euro für den Betrieb der Kindertageseinrichtungen zur Verfügung – mehr Geld als je zuvor in Hessen und nochmal rund 20 Prozent mehr als in diesem Jahr.
Auch wenn es vorübergehend in wenigen Einzelfällen lokale Engpässe geben könne und die Wunscheinrichtung noch nicht gefunden wurde, ist Kasseckert sicher, dass vor Ort übergangsweise pragmatische Lösungen gefunden werden. „Indem Hessen den Versorgungsgrad so frühzeitig erreicht hat, stehen die Chancen gut, dass die allermeisten Kinder von den Kommunen nun auch einen Platz zur Verfügung gestellt bekommen können.
Im U3-Bereich sind wir so auf dem Weg zu echter Wahlfreiheit für junge Familien zwischen qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten und der elterlichen Betreuung in den ersten Lebensjahren, die wir z.B. mit dem Elterngeld oder dem Betreuungsgeld ebenfalls fördern und weiter unterstützen wollen. Mit der Umsetzung des „Pakts für den Nachmittag“, mit dem wir die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule flexibel und in Ergänzung zu Ganztagsschule und Familie sicherstellen wollen, werden wir, lückenlose, vielfältige und differenzierte Betreuungsmöglichkeiten für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr haben, die dies benötigen. Das schafft Wahlfreiheit und ist Ausdruck unserer an den Bedürfnissen vielfältiger Familien orientierten Politik“, so Kasseckert abschließend.
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