Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat der neue Kreisbeigeordnete Jannik Marquart (CDU) zur Unterstützung der Jäger die Wiedereinführung einer Abschussprämie für Wildschweine in Höhe von 25 Euro sowie die Befreiung der Gebühren bei der Trichinenuntersuchung auf den Weg gebracht. Die CDU Main-Kinzig unterstützt diese Maßnahmen in einer neuen Pressemitteilung ausdrücklich und dankt den Jägerinnen und Jägern für ihren unverzichtbaren Beitrag im Bereich des Seuchenmonitorings.
„Nachdem der Main-Kinzig-Kreis die Abschussprämie für Wildschweine vor wenigen Monaten eingestellt hat, ist es gut und richtig, dass unser neuer Kreisbeigeordneter Jannik Marquart diese Maßnahme zu Beginn seiner Amtszeit wieder eingeführt und die Aufwandsentschädigung sogar erhöht hat. Diese Aufwandsentschädigung stellt nicht nur einen finanziellen Anreiz für die Jäger dar, sondern ist auch eine Anerkennung ihrer wichtigen Rolle bei der Prävention der Schweinepest“, erläutert der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Max Schad.
Ziel der Maßnahme sei die Reduzierung des Wildschweinbestands, dadurch könnte eine Ausbreitung im Falle eines Ausbruchs der ASP zumindest eingedämmt werden. Zugleich können dadurch die erlegten Wildschweine auf ASP untersucht werden, sodass ein ausführliches Monitoring einer möglichen Ausbreitung der Viruserkrankung erfolgen kann. „Die Beprobung von Wildschweinen durch die Jäger ist entscheidend, um den Seuchenstand frühzeitig zu erkennen. Das ermöglicht es den zuständigen Stellen, das Virusgeschehen genau zu überwachen und entsprechend zu handeln“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Gabriele Stenger. Auch die gebührenfreie Trichinenuntersuchung soll das Engagement der Jäger unterstützen.
Nachdem am 15. Juni 2024 der erste Fall der ASP im Landkreis Groß-Gerau aufgetreten ist, befindet sich auch der Main-Kinzig-Kreis in erhöhter Alarmbereitschaft. Bisher ist noch kein Fall im Main-Kinzig-Kreis aufgetreten, zugleich könne ein Ausbruch jedoch auch nicht durch präventive Maßnahmen verhindert, sondern nur weniger wahrscheinlich werden. So habe sich in Groß-Gerau gezeigt, dass die ASP vor allem durch bereits infizierte Speisereste, die nicht ordnungsgemäß entsorgt und sodann von Wildschweinen gefressen wurden ausgebrochen sei. Der Ausbruch der ASP geht mit massiven Konsequenzen für Landwirte, Jäger und für die Tierbestände einher. Denn neben Wildschweinen können auch Hausschweine von der nahezu immer tödlich verlaufenden Virusinfektion betroffen sein. „Im Landkreis Groß-Gerau mussten bereits hunderte Schweine wegen des Ausbruchs in Schweinebetrieben notgeschlachtet werden. Außerdem kommt es im Falle des Ausbruchs zu kostspieligen Erntebeschränkungen für Landwirte“, erklärte der Kreisvorsitzende Max Schad.
Auch wenn ein möglicher Ausbruch nicht verhindert werden könne, so könne man sich doch bestmöglich auf den Eintritt eines solchen Falles vorbereiten. Daher begrüßen die Christdemokraten abschließend die weitläufigen Vorbereitungsmaßnahmen, die der Kreisbeigeordnete Marquart mit dem Amt für Veterinärwesen bereits auf den Weg gebracht hat. Neben den ausführlichen Informationen der Öffentlichkeit umfasst dies auch die Materialbeschaffung, das verstärkte Monitoring, die Schulung von Fachpersonal sowie die Regelung der verwaltungsinternen Organisation für den Fall des Ausbruchs.
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