Jusos verärgert über die Plakate der Jungen Union

Politik

Die neueste Plakatierungsaktion der Jungen Union verärgert die Jungen Sozialdemokraten in der SPD Main-Kinzig (Jusos) sehr. Seit Sonntag, 11. August, dürfen die politischen Organisationen mit eigenen Wahlwerbeplakaten auf die anstehende Bundes- und Landtagswahl am 22. September hinweisen. Diesen Anlass hat die Junge Union genutzt, um eigene Hohlkammerplakate zu drucken und aufzuhängen.

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Dabei seien in Langenselbold systematisch Plakate der Jungen Union über SPD-Plakate gehängt worden, um diese zu überdecken. Die Jusos vermuten hinter dieser Aktion die nächste hinterhältige Trickserei der Jungen Union und fordern diese dazu auf, ihre CDU-Plakate ordentlich aufzuhängen.

"Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art", kommentiert der Juso-Kreisvorsitzende Vinzenz Bailey, "bereits bei der Bundestagswahl 2009 hat die Junge Union systematisch SPD-Wahlplakate zerstört und wurde dabei auf frischer Tat ertappt. Schließlich musste sich die CDU-Organisation öffentlich für diese Sachbeschädigung entschuldigen. Um nicht noch einmal in Erklärungsnöte zu gelangen, hat sich die Junge Union dieses Mal vermutlich dazu entschieden, einfach ihre eigenen Werbeplakate auf die Plakate von der SPD zu hängen und damit SPD-Motive zu überdecken. Der Vorwurf der Sachbeschädigung würde dann nicht mehr im Raume stehen. Dieser Umgang mit politischen Mitbewerbern ist dennoch nichts anderes als eine einzige Schweinerei und ich fordere die Junge Union dazu auf, ihre Plakate ordentlich aufzuhängen."

Auch Juso-Kreisvorsitzende Susanne Wagner reagiert scharf: "Gerade in der Wahlkampfphase muss zu politischen Mitbewerbern ein respektvoller Umgang gepflegt werden. Diesen Respekt bringt die CDU-Jugendorganisation offensichtlich nicht auf, was ich sehr bedauere. Diese Aktion ist einfach nur daneben. Ein ernsthaftes Anliegen zur politischen Mitgestaltung im und für den Main-Kinzig-Kreis kann ich bei der CDU-Jugend deshalb nicht erkennen."

Auf ihren Plakaten wirbt die Junge Union für die CDU und behauptet: "Rot-Grün streicht Dir 75% deines 450€ Minijobs". Tim Schneider, stellvertretender Juso-Kreisvorsitzender, stellt klar: "Diese Aussage ist einfach erlogen. Natürlich werden geringfügige Einkommen weiterhin von der Einkommenssteuer befreit bleiben, wenn die SPD regiert. Auch das SPD-Wahlprogramm stellt dies in aller Deutlichkeit klar. Dieser Lug und Trug ist nicht akzeptabel und ich fordere die Junge Union zu einer Richtigstellung und Entschuldigung auf."

Juso-Kreisvorsitzender Vinzenz Bailey abschließend: "Ferner verdienen solche Falschbehauptungen das Prädikat 'irreführende Werbung'. Aber vielleicht möchte die CDU nach der Wahl weiter wie bisher die kleinen Leute schröpfen und Reiche weiter Geld schäffeln lassen. Das würde zur Mehrwertsteuersenkung für Hoteliers, das Betreuungsgeld und die Lohndumpingpolitik von Schwarz-Gelb passen. Ganz Frau Merkels Handschrift", so Juso-Kreisvorsitzender Vinzenz Bailey abschließend.


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