Wenig überrascht reagiert die CDU-Kreistagsfraktion auf die Ankündigung der SPD-Spitze, wonach die Position der Ersten Kreisbeigeordneten künftig von Susanne Simmler bekleidet werden soll.
„Der Name von Susanne Simmler wurde schon eine ganze Weile hinter hervorgehaltener Hand gehandelt, jetzt hat man es also offiziell gemacht“, kommentiert der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Michael Reul.
Nachdem Susanne Simmler schon vor einiger Zeit mit aller Gewalt an einem großen Bewerberfeld vorbei als Geschäftsführerin der neuen Breitband Main-Kinzig GmbH durchgedrückt worden sei, verwundere es nach Auffassung des CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Peter Tauber nicht, dass sich auch in diesem Fall Landrat Erich Pipa mit seinen Vorstellungen durchgesetzt habe. „Die Berufung zur Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH damals erfolgte, obwohl Frau Simmler sich nicht einmal auf die Stelle beworben hatte“, erinnert Tauber.
Die Berufung im Oktober letzten Jahres löste deutliche Kritik bei der CDU aus, die der SPD „Postengeschachere“ unterstellte und ihr vorwarf, ein „Parteimitglied aus dem Landesvorstand der SPD Hessen mit einem hoch dotierten Pöstchen“ zu versorgen. „Dass der Landrat seine ehemalige Wahlkampfmanagerin nun von dem Geschäftsführerposten auf die Stelle der Vizelandrätin verschiebt, ist nur eine Fortsetzung der fragwürdigen SPD-Personalpolitik“, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Michael Reul. Es sei schon verwunderlich, dass niemand aus der Reihe der SPD-Bürgermeister, die zum Teil auch noch im Kreistag säßen, Interesse an einem Engagement im Kreishaus hätte. Völlig unklar sei zudem, wofür Susanne Simmler in der Kreispolitik außer für den Ausbau des Breitbandnetzes tatsächlich stehe und was ihre inhaltlichen Schwerpunkte seien. „Wer Vizelandrat werden möchte, muss inhaltlich breiter aufgestellt sein“, findet Reul.
Positive Worte haben Reul und Tauber unterdessen für den scheidenden Vizelandrat André Kavai übrig. „André Kavai war ein Kommunikator und hat versucht, auch die Opposition einzubinden. So hat er manchen Konflikt schon im Vorfeld entschärft und überparteiparteiliche Beschlüsse wie zum Beispiel zum Nahverkehrsplan erzielt. Hierfür möchten wir ihm ausdrücklich danken“, so Tauber und Reul. Von Susanne Simmler wünschen sich die Christdemokraten, dass sie – im Falle ihrer Wahl im Dezember – den Weg von André Kavai fortsetzen. Nur so sei es möglich, politische Debakel wie bei der Beratung des Schulentwicklungsplans zu verhindern.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















