Die Freien Wähler Main-Kinzig sind gespannt auf den Entwurf des Kreishaushaltes für das Jahr 2026.
Landrat Thorsten Stolz (SPD) wird den Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2026 in der Kreistagssitzung am Freitag, 31. Oktober 2025, einbringen. In den Wochen danach geht der Entwurf in die Beratung in den Ausschüssen und den Fraktionen. Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler Main-Kinzig wird den Haushaltsentwurf 2026 Mitte November in der Fraktion durch die Kreisverwaltung näher erläutert bekommen. Darauf folgt eine weitere interne Beratung in der Fraktion der Wählergemeinschaft im Rahmen einer Klausur in Bad Soden-Salmünster.
"Die finanzielle Lage des Kreises ist angespannt", so der finanzpolitische Sprecher der FW-Fraktion, Matthias Pfeifer. "Die Kreistagsfraktion hat gewisse Erwartungen an den Haushalt 2026 des Main-Kinzig-Kreises. Es ist uns wichtig, dass die Investitionen in unsere Schulen und somit in die Bildung unserer Kinder im Kreis fortgesetzt werden. Weiterhin dürfen wir gespannt sein, wie viel der Landkreis an Steuergeldern in den Betrieb der Main-Kinzig-Kliniken und der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises gGmbH (APZ) wird geben müssen. Beide Unternehmen schieben hohe Defizite vor sich her. Wir stehen weiterhin fest an der Seite unserer Kliniken und den Pflegeeinrichtungen", unterstreichen Heinz Breitenbach und der FW-Fraktionsvorsitzende Carsten Kauck, der selbst im Aufsichtsrat der Main-Kinzig-Kliniken tätig ist. "Es ist den Freien Wählern wichtig, dass die Kliniken wie auch unsere, über das Kreisgebiet verteilten, Pflegeeinrichtungen in kommunaler Hand bleiben und weiterhin für eine gute medizinische Versorgung und Betreuung unserer Bürger vor Ort sorgen", so Kauck weiter.
Die Abgeordneten der Fraktion der Freien Wähler seien die Ersten im Kreistag gewesen, die sich vor Jahren für eine Eigenkapitalaufstockung bei den Main-Kinzig-Kliniken aus Mitteln des Kreishaushaltes stark machten, umso den Weiterbetrieb zu gewährleisten. Diese Zuführung von Kreismitteln könne jedoch nicht Land und insbesondere den Bund aus seiner Verantwortung bei der Finanzierung der Krankenhauslandschaft entlassen. Angekündigte Reformen und damit einhergehende Zahlungen aus Berlin müssten nunmehr endlich folgen.
Einsparungen erwarten die Freien Wähler hingegen beim Personal in der Kreisverwaltung. Der allseits in der Politik geforderte Bürokratieabbau sollte auch im Main-Kinzig-Kreis umgesetzt werden und zu einem angepassten Stellenabbau führen. Besonders setzt die Wählergemeinschaft darauf, dass die Auskreisung der Stadt Hanau zu Jahresbeginn 2026 dem Kreis unter anderem im Sozialbereich viel Einsparpotential beschere. Dies zumindest habe SPD-Sozialdezernentin Susanne Simmler zu Beginn der Debatte prophezeit, um die Auskreisung den Kreistagsabgeordneten schmackhat zu machen.." Wir hoffen, dass durch eine strenge Haushaltsdisziplin der Landrat als Finanzdezernent keine Erhöhung der Kreisumlage für die Kommunen plant", so Kauck abschließend.

Von links: Matthias Pfeifer, Christiane Kapp, Sylke Schröder, Carsten Kauck, Alena Lochner, Heinz Breitenbach.
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