„Der Schülerverkehr bleibt vorerst wie er ist, insbesondere in Birstein, aber auch in anderen Kommunen, in denen deutliche Verschlechterungen gedroht haben. Die KreisVerkehrsGesellschaft wird bis zu den Weihnachtsferien die Linien über Zusatzbusse verstärken und weitestgehend zu den bisherigen Abfahrtzeiten bedienen“, erklärt Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (CDU).
Der Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises hat am Donnerstag (11.12.) der KVG den Auftrag erteilt, kurzfristig zusätzliche Buskapazitäten zu bestellen. Mit dem bevorstehenden Fahrplanwechsel hätten sich die morgendlichen Abfahrtzeiten der Busse mitunter deutlich in die Frühe verschoben und die Fahrtzeiten erheblich verlängert. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus Birstein, die die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach besuchen, wären davon betroffen gewesen (wir berichteten).
Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern sollen durch die Entscheidung des Kreises nun die Sicherheit und Planungsklarheit erhalten, dass sich an ihren bisherigen Abfahrtzeiten nichts verändert und vorübergehend sogar mehr Kapazitäten zur Verfügung stehen. In einem separaten Schreiben wird die KVG die Schülerinnen und Schüler über die kurzfristigen Änderungen noch informieren. "Mit Beginn der Weihnachtsferien werde sich die KVG um eine Überarbeitung der Linienpläne kümmern, die sich am Bedarf der Schülerschaft orientiert. Die Schülerinnen und Schüler sollen auch nach den Änderungen des Fahrplans pünktlich und ohne lange Umwege ihre Schule erreichen“, so Marquart.
Noch vor der Mitteilung aus der Kreisverwaltung hatten die Freien Wähler einen Dringlichkeitsantrag zur Sitzung des Kreistages des Main-Kinzig-Kreises am Freitag gestellt und darin gefordert, den für den Fahrplanwechsel zum 14.12.2025 vorgelegten Linienplan für die Schülerbeförderung zurückzunehmen, diesen neu aufzulegen und hierbei den Bedürfnissen der Schüler und Schulen anzupassen. "Eine kurze Streckenführung sowie kurze Verweildauer der Schüler vor Schulbeginn und nach Schulende seien dabei in den Fokus der Planung und Ausführung zu nehmen. Dem Antrag voraus gegangen war der Unmut vieler Eltern aber auch der Schulen, insbesondere im Bereich Birstein, Brachttal und Bad Soden-Salmünster aber auch andernorts. Hier sah der neue Fahrplan der KVG den Wegfall von Buslinien, frühere Abfahrtzeiten, längere Fahrtzeiten und ein zu frühes Ankommen an der Schule in Wächtersbach vor. In Birstein wären Teile der Schüler erst nach Schulbeginn an den beiden Birsteiner Schulen angekommen", so die Freien Wähler.
Eltern aus Birstein, deren Kinder die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach (FAG) besuchen, hatten sich zuvor über eine Stellungnahme der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) geärgert, wonach sich wegen einer Baustelle im Birsteiner Ortsteil Untersotzbach die Abfahrtszeiten nur minimal ändern würden: "Dass es keinen vernünftigen Anschluss vom Unterberg an den Busbahnhof gibt oder morgens der zweite Bus weiterhin erst um 07:37 Uhr in Wächtersbach ankommt (nicht an der FAG) wird einfach mal unkommentiert gelassen. Der 'ungeliebte' frühere Bus ist der um 06:40 und ist damit der einzige, den die Schüler nehmen können. Wie soll da die Kapazität ausreichen? Warum wurde die zweite Verbindung auf über 48 Minuten ausgedehnt, statt einer zweiten Direktfahrt (22 Minuten), die die Schule auch rechtzeitig erreichen würde? Die Baustelle in Untersotzbach besteht seit Wochen. Wo ist die Notwendigkeit, einen funktionierenden Baustellenfahrplan so zu ändern, dass ganz Birstein darunter 'leidet'. Diese Erklärung bleibt die KVG schuldig - warum? Weil es keine schlüssige Erklärung gibt. Weil die Schüler in Birstein vergessen wurden und nun keiner einfach mal dazu steht und zugibt. Das ist schlecht gelaufen, wir wollen und werden eine Lösung im Sinne der Kinder finden! Wir fordern weiterhin von der KVG eine durchgehende 22 Minuten Verbindung analog der bisherigen Abfahrt um 06:55 ab Busbahnhof Birstein, sodass auch das Oberland und der Unterberg annehmbar angebunden sind beziehungsweise der Unterberg überhaupt angebunden ist.
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