„Das ist wirklich ein großartiger Tag für den Main-Kinzig-Kreis, die heimische Wirtschaft und vor allem für alle jungen Menschen, die künftig eine duale Ausbildung zwischen Maintal und Sinntal absolvieren und in dieser Zeit auf der Suche nach einem ganz besonderen Wohnerlebnis sind“, kommentieren der SPD-Kreistagsabgeordnete und frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Lennard Oehl die Förderung des Landes Hessen in Höhe von 2,6 Millionen Euro für den geplanten Azubi-Campus des Main-Kinzig-Kreises.
Die SPD im Main-Kinzig-Kreis habe das Projekt von Beginn an unterstützt und gemeinsam mit dem Koalitionspartner CDU inhaltlich vorangebracht. „Die Förderung des Landes Hessen in diesem Umfang ist zugleich Anerkennung und Würdigung eines echten Leuchtturmprojektes, das den Wohn- und Wirtschaftsstandort Main-Kinzig-Kreis nachhaltig stärken wird“, ergänzt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Klaus Schejna. Die Kreiskoalition aus SPD und CDU habe sich bewusst dafür entschieden, neue Wege zu gehen, um die Attraktivität der dualen Ausbildung für junge Menschen zu erhöhen und dem Fachkräftemangel im Landkreis aktiv entgegenzuwirken. „Der Azubi-Campus ist hierfür ein ganz konkreter Beitrag, mit dem der Main-Kinzig-Kreis Verantwortung übernimmt“, so Oehl und Schejna weiter. Beide zeigen sich erfreut darüber, dass das Projekt partei- und fraktionsübergreifend getragen werde.
Ausdrücklich danken die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten Landrat Thorsten Stolz, der früheren Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (SPD) sowie dem ehemaligen Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU), die bereits im Jahr 2022 die politischen und inhaltlichen Grundlagen für das Projekt gelegt und die entsprechende Initiative ergriffen hatten. Ziel der Maßnahme war von Beginn an, die Attraktivität der dualen Ausbildung zu steigern, mehr junge Menschen für einen Ausbildungsberuf zu gewinnen und dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Ein entsprechender Grundsatzbeschluss wurde im Juli 2023 vom Kreistag gefasst. Gleichzeitig wurde die aQa gGmbH mit der weiteren Prüfung, Planung und Umsetzung eines Azubi-Campus beauftragt.
„Seit diesem Beschluss ist unglaublich viel passiert. Die ursprüngliche Idee hat Gestalt angenommen und die Einrichtung soll Ende 2027 mit Wohnmöglichkeiten für rund 150 Auszubildende und Blockschülerinnen und Blockschüler an den Start gehen“, erläutern Oehl und Schejna. Der wachsende Bedarf an dualer Ausbildung werde erkannt, und mit dem Azubi-Campus leiste der Main-Kinzig-Kreis einen wichtigen Beitrag dazu, Ausbildungsberufe mit einem attraktiven Wohnangebot zu verbinden. Pädagogische Fachkräfte sollen junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung begleiten und zugleich notwendige Unterstützung und Struktur bieten. Voll ausgestattete Küchen für jeweils 15 Bewohnerinnen und Bewohner, Themen- und Aufenthaltsbereiche sowie ein Foyer als Multifunktionsbereich – unter anderem mit Frühstücksangebot – ermöglichen dabei sowohl Rückzug als auch gemeinschaftliche Aktivitäten.
Der Standort des Azubi-Campus sei bewusst zentral gewählt worden. Auf dem Gelände des ehemaligen REWE-Marktes in Linsengericht entsteht die Einrichtung, die den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern sowohl den Zugang zur Infrastruktur der umliegenden Städte und Gemeinden – etwa zu Vereinsangeboten – als auch eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr bietet. „Der Azubi-Campus ist ein wegweisendes Projekt, das die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Main-Kinzig-Kreis erheblich steigern wird“, betonen Schejna und Oehl abschließend. Junge Menschen erhielten dadurch die Möglichkeit, sich unabhängig vom Wohnort ihrer Eltern für einen Ausbildungsplatz zu entscheiden. Ziel sei es auch, junge Menschen von außerhalb für den Landkreis zu begeistern und sie langfristig für ein Leben im Main-Kinzig-Kreis zu gewinnen. „Mit dem Azubi-Campus senden wir ein wichtiges Signal an Unternehmen und Auszubildende gleichermaßen. Jetzt bauen wir auf die Unterstützung der ortsansässigen Unternehmen – denn die Ausbildung junger Menschen ist eine zentrale Investition in die Zukunft unseres Kreises.“
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