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So, Apr
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Projekte für 2026: SPD legt 10-Punkte-Plan vor
Die SPD im Main-Kinzig-Kreis hat einen 10-Punkte-Plan für 2026 vorgelegt. Zentraler Bestandteil ist hier die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft.
Zum Abschluss des Kommunalwahlkampfes hat die SPD Main-Kinzig einen umfassenden 10-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten den Landkreis auch nach der Wahl aktiv gestalten wollen.
"Ziel ist es, den Main-Kinzig-Kreis zukunftsfähig aufzustellen, die heimische Wirtschaft zu stärken, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Bildung und Pflege weiterzuentwickeln und kulturelle Angebote auszubauen. Wir treten an, um unseren Landkreis nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu gestalten. Unser Blick richtet sich auf den gesamten Landkreis. Neben laufenden Großprojekten wie Investitionen in Schulen, Glasfaserausbau, Main-Kinzig-Kliniken, Umsetzung des Azubi-Campus und Bau der Akademie für Gesundheit und Pflege wollen wir neue, zukunftsweisende Projekte auf den Weg bringen. Zehn Projekte wollen wir dabei bereits in 2026 auf den Weg bringen“, so Landrat Thorsten Stolz, Spitzenkandidat der SPD zur Kreistagswahl.
Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft
Im Mittelpunkt des 10-Punkte-Plans steht die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft. „Wir wollen Verantwortung für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als Teil der Daseinsvorsorge übernehmen. Durch das Sondervermögen des Bundes besteht die große Chance, dieses Projekt realistisch und finanzierbar umzusetzen“, so Klaus Schejna, SPD-Fraktionsvorsitzender. Die SPD plant, ein Drittel des Sondervermögens – insgesamt circa 28 Millionen Euro – als Grundstock in die neue Wohnungsbaugesellschaft einzubringen. Damit sollen mittelfristig rund 400 Wohnungen entstehen. Zusätzlich soll für das Areal des ehemaligen Krankenhauses in Bad Soden-Salmünster ein Investorenwettbewerb initiiert werden, der Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Wohnen verbindet.
Stärkung der heimischen Wirtschaft durch neues Vergaberecht
Die SPD setzt sich dafür ein, heimische Unternehmen stärker bei Projekten und Baumaßnahmen des Kreises einzubinden. Eine geplante Investitions-, Planungs- und Baukonferenz soll Transparenz schaffen und allen Interessierten ermöglichen, sich über laufende und kommende Projekte des Kreises, seiner Betriebe und Gesellschaften zu informieren. „Unser Ziel ist klar: Durch die bevorstehenden Änderungen beim hessischen Vergaberecht wollen wir erreichen, dass möglichst viele Aufträge und die damit verbundene Wertschöpfung im Main-Kinzig-Kreis bleiben. Die Vergabe an Generalunternehmer und Genrealübernehmer muss die Ausnahme bleiben und darf nicht die Regel werden“, betont Sibylle Hergert, stellvertretende Vorsitzende der SPD Main-Kinzig.
Zukunftsplan für kreiseigene Alten- und Pflegezentren
Die SPD legt ein Konzept zur baulichen und strukturellen Stärkung der 14 kreiseigenen Alten- und Pflegezentren vor. Andreas Hofmann, Vorsitzender der SPD Main-Kinzig, erklärt: „Wir wollen circa 28 Millionen Euro des Sondervermögens gezielt einsetzen, um moderne, wohnortnahe Pflege und Betreuung für die ältere Generation sicherzustellen.“
Bildung und Schulen
Die SPD setzt sich für den Erhalt der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel als Integrierte Gesamtschule ein und plant notwendige bauliche Investitionen zur Stärkung des Standorts. „Die großartige Resonanz auf unsere Resolution zum Erhalt der ‚Böll‘ stärkt uns in unserem Handeln. Wir stellen die notwendigen Mittel für die bauliche Stärkung der Schule bereit“, so Sibylle Hergert. Darüber hinaus soll die Bildungs- und Schulkooperation zwischen dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau noch in diesem Jahr verlängert werden: "Für die Georg-Büchner-Schule in Erlensee wird ein runder Tisch zwischen Kreis, Schulleitung und Elternbeirat organisiert, um einen verbindlichen Sanierungsplan zu erarbeiten und der Schulgemeinde eine Perspektive zu geben."
Musikzentrum Freigericht und Main-Kinzig-Total bis nach Maintal
Die SPD setzt sich für die Umsetzung des kulturellen Leuchtturmprojektes „Musikzentrum Freigericht“ ein. Geplant ist die Aufnahme in die Investitionsplanung des Main-Kinzig-Kreises und die Sicherung einer Drittelfinanzierung durch Gemeinde, Kreis und Land. Zudem soll die Veranstaltung „Kinzigtal Total“ neu ausgerichtet werden. Unter dem Titel „Main-Kinzig-Total“ soll das Konzept ab 2027 auf die Stadt Maintal ausgeweitet werden. Thorsten Stolz erläutert: „Aus Kinzigtal-Total wird hoffentlich Main-Kinzig-Total – im wahrsten Sinne des Wortes von Maintal bis Sinntal.“
Glasfaserdesaster in Brachttal beenden
Die SPD will das „Glasfaser-Desaster“ in der Vogelsberggemeinde Brachttal beenden. Ziel ist entweder eine verbindliche Ausbauplanung durch die privaten Anbieter oder ein Rückzug aus dem Projekt einzufordern, um den Weg für die kreiseigene Breitbandgesellschaft frei zu machen. Denn aus Sicht der SPD sei der aktuelle Zustand für die Menschen in der Gemeinde Brachttal nicht tragbar.
Übersicht: 10-Punkte-Plan der SPD Main-Kinzig
Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft und Bau von 400 Wohnungen
Investitions-, Bau- und Planungskonferenz zur Stärkung der heimischen Wirtschaft
Fortsetzung der Bildungs- und Schulkooperation mit der Stadt Hanau
Grundsatzbeschluss zum Erhalt der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel als Integrierte Gesamtschule und Bereitstellung der notwendigen Investitionsmittel
Runder Tisch zur Stärkung der Georg-Büchner-Schule in Erlensee und Erstellen eines verbindlichen Investitionsplans für den Schulstandort
Zukunftsplan zur Weiterentwicklung der kreiseigenen Alten- und Pflegezentren
Neuausrichtung der Veranstaltung „Kinzigtal Total“ zu „Main-Kinzig-Total“ unter Einbeziehung der Stadt Maintal
Unterstützung der Gemeinde Brachttal beim Glasfaserausbau und Beendigung des Glasfaserdesasters in der Vogelsberggemeinde
Aufnahme des Musikzentrums Freigericht in die Investitionsplanung des Kreises und Sicherstellung der Drittelfinanzierung durch Gemeinde, Kreis und Land
Investorenwettbewerb für das ehemalige Kreiskrankenhaus Bad Soden-Salmünster im Schulterschluss mit der Kurstadt
„Mit unserem 10-Punkte-Plan zeigen wir, dass wir nicht nur Ideen, sondern konkrete Projekte für Wohnen, Bildung, Pflege, Wirtschaft und Kultur haben. Wir packen die Zukunft des Main-Kinzig-Kreises aktiv an und gestalten unseren Landkreis gemeinsam mit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen nachhaltig und zukunftsgerichtet“, so Andreas Hofmann abschließend.
Die SPD im Main-Kinzig-Kreis hat einen 10-Punkte-Plan für 2026 vorgelegt. Zentraler Bestandteil ist hier die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft.