Der Main-Kinzig-Kreis arbeitet auf vielfältige Weise mit seinen 28 Städten und Gemeinden zusammen.
Daher stehen neue Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen oder veränderte Rahmenbedingungen immer wieder auf der Tagesordnung der regelmäßigen Treffen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. So auch im Rahmen der verpflichtenden Dienstversammlung, die alljährlich im Umfeld der Messe Wächtersbach stattfindet.
Auf der Einladung der Kommunalaufsicht standen diesmal die Themen „Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen am Beispiel der Afrikanischen Schweinepest“, eine neue Schulung für Gremienmitglieder kommunaler Beteiligungen sowie aktuelle Informationen aus dem Amt für Prüfung und Revision rund um die kommunalen Jahresabschlüsse. Dabei ging es vor allem um die organisatorische Unterstützung und die fachliche Hilfestellung, die der Main-Kinzig-Kreis leistet.
„Damit die alltägliche Zusammenarbeit reibungslos und erfolgreich funktioniert, sind eine gute Vorbereitung und eine enge Abstimmung ganz wesentliche Faktoren“, sagt Landrat Thorsten Stolz (SPD) und ergänzt: „Hier können wir auf eine leistungsfähige und kompetente Verwaltung bauen, die in allen Aufgabenfeldern gut aufgestellt ist.“ Das gilt nicht zuletzt für die großen Herausforderungen rund um die bekannten Tierseuchen wie zum Beispiel die Afrikanische Schweinepest (ASP).
Hier schilderten der Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Dr. Stefan Rockett, und Amtstierarzt Elias Bauer die aktuelle Lage und das mögliche Risiko eines Ausbruchs. Auch wenn in Hessen derzeit kein positiver Befund vorliegt, bleibt die Situation weiter angespannt. Und sollte ein infiziertes Tier im Main-Kinzig-Kreis nachgewiesen werden, besteht akuter Handlungsbedarf. Dazu müssen die Kommunikationswege sowie vordringliche Aufgaben und die jeweiligen Zuständigkeiten vorab geklärt sein. Denn beim Einsammeln der Kadaver, dem Einrichten der Sammelplätze sowie bei der weiteren Entsorgung und der Information der Öffentlichkeit werden alle Beteiligten im Ernstfall eng zusammenarbeiten müssen.
Auf eine gute Zusammenarbeit setzt auch das Amt für Prüfung und Revision, dass regelmäßig die Jahresabschlüsse der 28 Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis kontrolliert. Hier wurde das Verfahren jetzt grundlegend neu aufgestellt und optimiert. Wie die stellvertretende Amtsleiterin Sandra Werthmann und der Sachgebietsleiter für die Gemeindeprüfung, Jan Washer, erläuterten, wurden die Methoden und Standards neu definiert sowie die Teams neu geordnet. Damit gestaltet sich der jährlich wiederkehrende Prozess insgesamt effektiver, verbindlicher und schneller.
Ein völlig neues Angebot kommt aus dem Referat Beteiligungsmanagement des Main-Kinzig-Kreises. Auf Vorschlag von Landrat Thorsten Stolz haben die dort beschäftigten Wirtschaftsfachleute Christoph Kloberdanz und Fabian Morawa ein Schulungskonzept für Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie Gremienmitglieder kommunaler Beteiligungen entworfen. Das freiwillige Angebot soll nach der jüngsten Kommunalwahl einen rechtssicheren und praxisnahen Start in die neuen Aufgaben erleichtern, die Zusammenarbeit stärken und Risiken minimieren.
Es soll darum gehen, das Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und Geschäftsführung zu verbessern, Kompetenzen zu entwickeln und zu vertiefen und damit Entscheidungsprozesse zu stärken. Für die einzelnen Themenfelder stehen erfahrene Referentinnen und Referenten bereit, so dass die Schulung nach den Sommerferien beginnen kann. Dabei richten sich die inhaltlichen Schwerpunkte der insgesamt sechs Module immer auch nach den Erfordernissen und Erwartungen der Teilnehmenden. „Wir betreten mit diesem Angebot völliges Neuland, erleben aber jetzt schon ein hohes Interesse“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Weitere Informationen sowie Details zur Anmeldung folgen in den kommenden Wochen.

Nach der Dienstversammlung folgte der gemeinsame Rundgang über die 76. Messe Wächtersbach.
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