Die Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht gute Chancen, die deutschlandweit gestiegene Nachfrage nach heimischen Reisezielen für den Main-Kinzig-Kreis zu nutzen.
Die Vorstellung des neuen Tourismuskonzeptes für den Main-Kinzig-Kreis durch die „ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH“ aus Köln in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses habe vielfältige Ansatzpunkte für eine Steigerung des touristischen Potenzials im Main-Kinzig-Kreis aufgezeigt, erläutert Uwe Ringel, Kreistagsabgeordneter der Grünen und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses.
Der Grüne begrüßt, dass das Konzept neben bundesweiten Trends wie Fahrradtourismus, der Entwicklung von Naturerlebnis-Angeboten und "Urlaub auf dem Bauernhof" auch ortsspezifische Ansätze wie eine überregionale Vermarktung von "Kinzigtal-Total" und des Brüder-Grimm-Laufes vorsehe. Besonders interessant findet Ringel, dass das andernorts oftmals eher belächelte Thema Campingtourismus in dem Konzept aufgegriffen worden sei. Hier rate das Konzept zu einer intensiveren touristischen Nutzung der Kinzig und einem direkt am Wasser gelegenen Wohnmobil- und Campingplatz.
Aus Sicht der Grünen kann das vorgestellte Konzept sogar noch um weitere Punkte ergänzt werden, um den Main-Kinzig-Kreis als Tourismusregion fit zu machen für die Zukunft. Insbesondere in dem Bereich barrierefreies Reisen für Menschen mit Handicap oder altersbedingten Schwächen sehen die Grünen angesichts des demografischen Wandels ein lohnendes Zukunftsthema. Zudem könnten regionale Wirtschaftskreisläufe von einer intensiveren Vermarktung von regionalen Produkten durch die Tourismusbetriebe profitieren. Einen weiteren Ansatzpunkt biete die „Hohe Straße“. Das westliche Kreisgebiet sei über die „Hohe Straße“ an das Fahrradnetz der Rhein-Main Region angeschlossen. Versierte Fahrerinnen und Fahrer könnten so die Region auf 190 km umfahren. Und auch das „Hohe Straße“-Fest erfreue sich steigender Beliebtheit. Diese Gunst könne bei der überregionalen touristischen Vermarktung noch stärker berücksichtigt werden.
Auch der Klimawandel verlange, so Ausschussvorsitzender Ringel, dass sich die Tourismusregionen an die damit einhergehenden Veränderungen anpassten. Denn wie kaum eine andere Branche sei die Tourismuswirtschaft auf eine intakte Umwelt angewiesen. Insgesamt, stellt Ringel fest, biete das Konzept interessante Ansätze, um gemeinsam mit den Betrieben in der Vermarktung des Kreises als touristische Region auch neue Wege beschreiten zu können.
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