„Wir müssen den gordischen Knoten endlich durchschlagen und den Weg für die Nordmainische S-Bahn freimachen“, hofft Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai auf positive Signale aus Wiesbaden und Berlin.
Es geht um rund 65 Millionen Euro, die für eine endgültige Finanzierung fehlen. „Land und Bund müssen der Nordmainischen S-Bahn jetzt die notwendige Priorität einräumen und sich auf einen gemeinsamen Weg einigen, die Menschen im östlichen Ballungsraum Rhein-Main warten seit 30 Jahren auf eine bessere Anbindung nach Frankfurt“, wirbt Kavai für den Ausbau. Der Erste Kreisbeigeordnete hat in den vergangenen Tagen Ulrich Caspar, den verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im hessischen Landtag, und Karin Müller, die Sprecherin für Verkehr, Straßenbau und Verkehrsinfrastruktur der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag, angeschrieben und in seinem Brief um Unterstützung geworben.
In seinem Brief weist Dr. Kavai auf die dringende Notwendigkeit des Baus der Nordmainischen S-Bahn. „Auch die IHK hat mit ihrer Öffentlichkeitskampagne für den Bau noch einmal sehr deutlich gemacht, wie wichtig die Nordmainische S-Bahn auch für die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer ist“, unterstreicht Kavai. Detailliert zeigt Kavai den Stand der Planungen sowie die nächsten Schritte für die Planungsregionen Hanau, Maintal und Frankfurt auf. „Es besteht schon Baurecht beispielweise für die Bahnübergänge in Hanau und Maintal“, argumentiert Kavai. Nach jetzigem Planungsstand könne mit einem Betriebsstart zum Fahrplanwechsel 2018/2019 kalkuliert werden, wenn zeitnah eine Einigung über die ausstehende finanzielle Unterdeckung von rund 65 Millionen Euro erzielt werde. Seit 2009 halte der Kreis seine finanzielle Beteiligung mit einer ersten Anlaufrate von 1,8 Millionen Euro bereit, der kalkulierte Gesamtbedarf für den Main-Kinzig-Kreis belaufe sich auf 9 Millionen Euro. „Die Prognosen gehen von rund 12 Millionen Reisenden pro Jahr aus. Das sind 12 Millionen Argumente für den Bau der Strecke“, umreißt Kavai die Dimension des Projektes. „Ich setze darauf, dass durch die voraussichtlich neuen Konstellationen in Wiesbaden und Berlin jetzt wieder Bewegung in die Sache kommt und wir hoffentlich bald mit dem Bau beginnen können“, äußert sich Kavai vor dem Gespräch in Wiesbaden optimistisch.
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