In einem kürzlich erschienenen Interview mit der "Welt" bezog der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber zu Homophobie-Vorwürfen Stellung.
Dort sagte er im Hinblick auf das von der SPD geforderte Adoptionsrecht für eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften: "Wer gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ist, ist nicht homophob."
Diese Behauptung verärgert neben allen Jungen Sozialdemokraten im Kreis insbesondere den Juso-Kreisvorsitzenden Vinzenz Bailey, der sich selbst offen zu seiner Homosexualität bekennt und sich im hessischen Landesvorstand der "Arbeitsgemeinschaft der Schwulen und Lesben in der SPD" engagiert: "Allmählich ist das Fass voll. Die Behauptung, Herr Tauber selbst sei nicht homophob, ist an dieser Stelle nur eine eigennützige Schutzbehauptung. Herr Tauber hat bislang keinen einzigen sachlich nachvollziehbaren Grund genannt, warum gleichgeschlechtlichen Paaren die Adoption von Kindern verweigert werden sollte. Kinder benötigen eine liebevolle Fürsorge und eine anständige Erziehung. Auch Schwule und Lesben können gute Eltern sein, auch wenn Peter Tauber etwas anderes behauptet. Das ist offenkundliche Homophobie und mit diesen menschenverachtenden Falschbehauptungen geht er definitiv zu weit. "
Katharina Candia vom Vorstand der Jusos MKK erklärt abschließend für die Jusos im Main-Kinzig-Kreis: "Eine öffentliche Entschuldigung von Herrn Tauber für diese Äußerungen ist das Mindeste, was jetzt kommen sollte. Er ist auch gut damit beraten, sich endlich intensiv mit den Lebenslagen der eingetragen Lebenspartnerschaften auseinanderzusetzen, bevor er sie erneut als schlechte Eltern abstempelt. Es gibt zahlreiche Beispiele ohne Adoption, in denen das Familienleben gleichgeschlechtlicher Paare mit Kindern gut funktioniert."
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