„Organspende rettet Leben“, wirbt Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Matthias Zach für die Organspende und bittet die Bürgerinnen und Bürger, sich mit der Frage auseinanderzusetzen und für eine Organspende zu entscheiden.
„Organspende rettet Leben“, wirbt Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Matthias Zach für die Organspende und bittet die Bürgerinnen und Bürger, sich mit der Frage auseinanderzusetzen und für eine Organspende zu entscheiden.
Zach, der selbst einen Organspendeausweis im Portemonnaie trägt, ist es ein besonderes Anliegen, dass sich die Menschen mit der Frage „Organspende: ja oder nein“ auseinandersetzen und sich dann nach Möglichkeit für eine Organspende entscheiden. „Mit meiner Entscheidung für eine Organspende kann ich anderen Menschen ein Weiterleben nach meinem eigenen Tod ermöglichen“, macht der Gesundheitsdezernent seine persönlichen Beweggründe deutlich. Für den Kreisbeigeordneten ist die Organspende „gelebte Nächstenliebe“. Gerade mit Blick auf die Manipulationen, die vor eineinhalb Jahren aufgeflogen sind, und den darauf folgenden Einbruch der Organspendezahlen, betont Zach: „Ich habe einen Organspendeausweis. Und ich behalte ihn auch.“
Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises befasst sich schon seit mehreren Jahren mit dem Thema „Organspende und Öffentlichkeitsarbeit“. Zusammen mit der Gemeinschaft der Organtransplantierten werben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere in Schulen für die Organspende. „Gerade junge Menschen setzen sich mit dem eigenen Tod fast nie auseinander. Deswegen ist es wichtig, in den Schulen zu sensibilisieren“, unterstreicht Dr. Siegfried Giernat, Leiter des Gesundheitsamtes in Gelnhausen.
Für die Organspende zu werben scheint wichtiger denn je. Rund 11.000 Menschen stehen auf den Wartelisten deutscher Transplantationszentren. Fast 8.000 von ihnen benötigen eine neue Niere. Denn die Zahl der Organspenden ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Auf 876 ging die Zahl der Spenden im Jahr 2013 zurück. 2012 waren es 1.046, 2007 sogar 1.313 Organspenden gewesen. Hintergrund des Rückgangs ist der Manipulationsskandal, der in Deutschland vor gut eineinhalb Jahren aufgeflogen ist. „Deswegen ist es aus meiner Sicht wichtig, dass sich Menschen gerade jetzt zur Organspende bekennen“, unterstreicht der Kreisbeigeordnete. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat unter www.organspende-info.de eine Internetseite eingerichtet, auf der sehr übersichtlich alle Fragen rund um das Thema Organspende erläutert werden. Dort kann auch direkt ein Organspendeausweis online bestellt oder sofort ausgedruckt werden.
Dr. Wolfgang Hahn, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Transplantationsbeauftragter der Main-Kinzig-Kliniken, hofft ebenfalls auf einen Wiederanstieg der Spendebereitschaft. „Wir bedauern es, dass die Organspendenbereitschaft der Bevölkerung im vergangenen Jahr signifikant zurück gegangen ist. Deshalb ist es uns selbst sehr wichtig, dass dieses Thema in unseren Häusern sowohl bei Patienten als auch den Mitarbeitern präsent ist. Sollte einer unserer Patienten als Spender in Betracht kommen, ist es für uns selbstverständlich, dass wir mit Einwilligung der Angehörigen die Deutsche Stiftung Organtransplantation unterstützen.“ Als Organspender kommen nur Menschen in Frage, bei denen der Hirntod vor dem Herztod eintritt.
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