Umweltpreis: Kurz, Schule und Behindertenwerk arbeiten vorbildlich

Politik

Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai hat dem Nidderauer Vogelschützer Horst Kurz, dem Hofgut Marjoß des Behindertenwerkes Main-Kinzig und der Martinus-Schule Bad Orb den Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreis verliehen.

Der Umweltpreis des Kreises wird seit 1975 verliehen; jeder der drei Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. „Ziel des Umweltpreises ist es, besonderes Engagement im Naturschutz zu ehren, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und zum Nachahmen zu motivieren“, betonte Dr. Kavai in seiner Ansprache in der Bad Orber Martinus-Schule.

Die Schülerinnen und Schüler der Martinus-Schule Bad Orb haben es sich in einem im Jahr 2010 gestarteten jahrgangs-, schul- und fächerübergreifenden Projekt zur Aufgabe gemacht, eine Obstbaumwiese im „Letzerntälchen“ zu erhalten und nachhaltig auszubauen. Dabei können sie auf die Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern sowie weiteren fachkundigen Experten bauen. Zudem haben sie auf der Wiese ein Trittsteinbiotop hergestellt. Zu den Aufgaben der Schülerinnen und Schüler gehören Aufräum-, Mäh-, Mulch- und Verjüngungsschnittarbeiten an den Obstbäumen. Mit der Zeit wurden außerdem acht verschiedene Apfelsorten unter fachkundiger Beratung von Thomas Glück neu gepflanzt. Die Apfelernte wird hauptsächlich zu Apfelsaft verarbeitet. Zu den weiteren Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler gehört das Aufstellen selbst gebauter Nisthilfen sowie die Sanierung der Futterstelle „Bocksberg“. Für Fledermäuse haben die Schülerinnen und Schüler einen nicht mehr im Betrieb befindlichen Wasserhochbehälter mit dazugehörigem Stollen als Winterquartier hergerichtet.

Der Nidderauer Vogelschützer Horst Kurz hat sich über Jahrzehnte hinweg dem Vogelschutz und insbesondere der Wiederansiedlung der Störche in den Nidderauen gewidmet. 1988 gründete er mit Gleichgesinnten die Vogelschutzgruppe Eichen, deren Vorsitzender er über lange Jahre war. Bis heute konnten dank der Initiative von Horst Kurz mehr als 40 Jungstörche auf den errichteten Horsten aufgezogen werden. Im Jahr 2008 erhielt Kurz für sein Engagement bereits den Ehrenbrief des Landes Hessen. „Im Main-Kinzig-Kreis ist der Name Horst Kurz mittlerweile unzertrennbar mit den Begriffen ‚Storchen-Papa‘ und ‚Storchenvater‘ verbunden“, unterstrich Dr. André Kavai in seiner Laudatio.

Dritter Preisträger ist das Hofgut Marjoß des Behindertenwerkes Main-Kinzig. Auf dem Hofgut  wird  seit dem Winter 2010/2011 gemeinsam mit der Nabu-Ortsgruppe Steinau ein langfristig angelegtes Projekt verfolgt, nämlich Menschen mit Behinderung verstärkt an den Umwelt- und Naturschutz heranzuführen. So wurden in den Jahren 2011 und 2012 die Mehl- und Rauchschwalbennester auf dem Hofgut Marjoß und der Siedlung „Barackenhöfe“ kartiert. Außerdem kümmern sich die auf dem Hofgut Beschäftigten um die Lehmpfützen und deren Sicherung als Lebensraum für Amphibien, sichern die Nester der Rauch- und Mehlschwalben und engagieren sich im Schutz und Ausbau der Streuobstwiesen und dergleichen mehr. Dabei spielt auch immer der soziale Kontakt und die Einbindung der Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft eine Rolle. Das Hofgut Marjoß des Behindertenwerkes arbeitet seit 1999 nach den ökologischen Richtlinien des Bioland-Verbundes.

Dr. André Kavai bedankte sich bei  den Preisträgern für ihr Engagement im Umweltschutz und wünschte ihnen auch für die Zukunft viel Erfolg bei ihren Projekten.

Foto: Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai überreichte die Umweltpreise des Main-Kinzig-Kreises an die Schülerinnen und Schüler der Martinus-Schule in Bad Orb, den Nidderauer Vogelschützer Horst Kurz und das Hofgut Marjoß des Behindertenwerks Main-Kinzig.


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