Kasseckert für Erhalt des Meisterbriefs als Qualitätssiegel

Politik

Den Erhalt des Meisterbriefes als Qualifikationsnachweis und Qualitätssiegel macht die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag vor dem Hintergrund einer Mitteilung der Europäischen Kommission zum Gegenstand der Debatte in der kommenden Plenarwoche.

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Der CDU-Landtagsabgeordnete, Heiko Kasseckert, erklärte hierzu: „Der Meisterbrief ist nach wie vor ein Qualitätssiegel, das es zu erhalten gilt. Gleichzeitig ist er gerade aus Verbrauchersicht auch ein wichtiger Qualifikationsnachweis.

Zudem vollbringen insbesondere die Meisterbetriebe des Handwerks eine große Ausbildungsleistung und bieten auf diese Weise Beschäftigungs- und damit Lebensperspektiven für junge Menschen. Er verweist dabei auf die in Deutschland äußerst geringe Jungenarbeitslosigkeit im europäischen Vergleich. „Daher darf eine Überprüfung der Berufszugangsbeschränkungen in Europa, wie sie die Europäische Kommission angestoßen hat, nicht dazu führen, dass Deutschland zu einer  weiteren Reduzierung der zulassungsbeschränkten Gewerke gezwungen wird.“ Es sei zwar zu begrüßen, dass die Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin versichert habe, dies sei nicht die Absicht, jedoch sei gegenüber dem Vorhaben eine hohe Wachsamkeit erforderlich.

Die Europäische Kommission unterrichtete die Mitgliedstaaten im Oktober 2013, dass die auf nationaler Ebene geltenden Qualifikations-anforderungen für reglementierte Berufe und der Umfang der jeweils vorbehaltenen Tätigkeiten erfasst und überprüft werden solle. In Deutschland sind rund 154 Berufe reglementiert, darunter auch 41 Handwerksberufe wie Maurer, Kraftfahrzeugtechniker, Bäcker oder Zahntechniker.

Der Abbau von willkürlichen Berufsschranken mit dem Ziel, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, sei zwar grundsätzlich sinnvoll. Dies dürfe jedoch nicht zu einem Abbau von Qualitätsstandard bei Berufsausbildung und -ausübung führen: „Wir werden den Meisterbrief erhalten und auf europäischer Ebene stärken, da er für erfolgreiche Existenzgründungen im Handwerk sorgt, dessen Ausbildungsleistung abzusichern hilft sowie eine leistungsfähige mittelständische Wirtschaftsstruktur gewährleistet. Dies gilt gerade im europäischen Vergleich“, so Kasseckert, der diese Thematik bereits mit Vertretern des Handwerks im Main-Kinzig-Kreis diskutiert hat.


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