„Michael Brand muss sich als Parteisoldat vor seine CDU-Kollegen stellen“, konstatiert Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai mit Blick auf die jüngsten Aussagen des Bundestagsabgeordneten.
In der Sache aber weiß der Kreispolitiker und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Rhein-Main-Verkehrsverbundes aus langjähriger Erfahrung, dass eine Aufnahme in den Investitionsrahmenplan keine allzu große Sicherheit bietet. „Wie viel Sicherheit die Aufnahme in den Investitionsrahmenplan bietet, erleben wir doch seit Jahren bei der Nordmainischen S-Bahn“, unterstreicht Kavai. Dort sei die Finanzierung auch noch nicht endgültig geklärt, obwohl man hinter den Kulissen hartnäckig verhandele.
Vor diesem Hintergrund weigere er sich, die Aufnahme der Ausbaustrecke Hanau-Fulda/Würzburg in den Investitionsrahmenplan als jenen „Durchbruch“ zu feiern, zu dem er vom geschätzten Kollegen Brand hochstilisiert werde. „Ich wiederhole an dieser Stelle nochmals, dass ohne sichergestellte Finanzierung in den kommenden 20 Jahren gar nichts zu erreichen ist“, unterstreicht Dr. Kavai. Da hätten auch die polemischen und niveaulosen Angriffe auf seine Person keinen Erfolg.
„Ich stehe für einen offenen und ehrlichen Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern“, stellt der Erste Kreisbeigeordnete klar. Wenn Michael Brand versuche, den Menschen in der Region zu suggerieren, dass nun der absolute Durchbruch gelungen sei, „dann kann ich in diesen CDU-Jubelkanon nicht mit einstimmen“. Wenn Michael Brand nun selbst einräume, dass der endgültige Trassenverlauf in einer späteren Phase zu bestimmen sei, dann zeige dies doch, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete „lernfähig ist, sich mit meinen Argumenten auseinandergesetzt hat und meiner Einschätzung folgt“.
Mit Parteipolitik hätten seine Anmerkungen nichts zu tun gehabt. In seinen jüngsten Äußerungen habe er nur die Fragen aufgeworfen, deren Beantwortung tatsächlich zu einem Fortschritt des Projektes beitragen könnten. „Ich wiederhole mich gerne noch einmal: Wir brauchen Klarheit zu den Fragen der Planungen, der Finanzierung und des Zeithorizontes.“
Als Erster Kreisbeigeordneter und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des RMV lade er Michael Brand jederzeit zu einem Gespräch über die Ausbaustrecke nach Gelnhausen ein. „Ich bin ja froh, dass sich nun auch der Kollege Brand mit dieser Thematik beschäftigt“, erläutert Kavai. Mit seinen persönlichen Angriffen schade er jedoch sich selbst am meisten.
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