Nach den Plänen der hessischen Landesregierung unter Federführung des grünen Wirtschafts- und Energieministers Tarek Al-Wazir sollen in den nächsten Jahren über 3.500 Windräder in Hessen entstehen.
Nach den Plänen der hessischen Landesregierung unter Federführung des grünen Wirtschafts- und Energieministers Tarek Al-Wazir sollen in den nächsten Jahren über 3.500 Windräder in Hessen entstehen.
"Durch den rücksichtslosen Bau von Windrädern sollen in absehbarer Zeit selbst Naturschutzgebiete und Naturparks wie der hessische Spessart einer riesigen Anzahl von 200 m hohen Windkraftanlagen weichen. Dafür sollen zwei Prozent der hessischen Landesfläche zur Verfügung gestellt werden. Eine Zahl, die sich zunächst nicht sehr hoch anhört. Bei näherer Betrachtung handelt es sich hierbei aber um eine riesige Fläche, die über eineinhalb Mal so groß ist wie das Stadtgebiet von Frankfurt oder 21 Mal so groß wie der Frankfurter Flughafen", behauptet die Organisation „Gegenwind MKK/Naturpark Spessart“ in einer Pressemitteilung.
Dabei müsse man bedenken, dass viele Orte, überwiegend in den Ballungszentren, aus verschiedenen Gründen nicht mit Windkraftanlagen bebaut werden können. Daher werde der Druck in den weniger besiedelten, ländlichen Gebieten wie dem Main-Kinzig Kreis für den Ausbau der Windkraft deutlich größer. Nach dem jetzigen Stand des Regionalplans Südhessen soll laut "Gegenwind" allein im Main-Kinzig Kreis Platz für über 650 Windkraftanlagen geschaffen werden.
"Aber nicht nur der Main-Kinzig Kreis ist von 200 m hohen Windkraftanlagen bedroht, sondern auch der Vogelsbergkreis. Am 21. September eröffnet Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Freiensteinau um 12 Uhr den Windpark 'Hallo'. Dies ist die Gelegenheit, Minister Al-Wazir die 'Rote Karte' zu zeigen. Es kann nicht angehen, dass die ländlichen Gebiete flächendeckend zu Industrieparks umgewandelt werden. Es ist fünf Minuten vor zwölf, um Hessenweit zu zeigen, dass die Bürger sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat wehren", so die Bürgerbewegung weiter.
Der Dachverband „Gegenwind MKK/ Naturpark Spessart“ ruft deshalb zur Teilnahme an der Demonstration in Freiensteinau auf, die von der lokalen Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Blaues Eck“ organisiert wird. Zustiegsmöglichkeiten für die Busfahrt nach Freiensteinau sind in Linsengericht Gewerbegebiet „An der Wann“ um 10 Uhr, am Bad Orber Parkplatz „Eiserne Hand“ zm 10.10 Uhr, in Steinau am Parkplatz „Schloß“ um 10.30 Uhr. "Nehmen Sie an dieser Demonstration gegen den weiteren zügellosen, ökonomisch und ökologisch unsinnigen Ausbau von Windkraftanlagen im Main-Kinzig-Kreis, Naturpark Spessart, Naturpark Vogelsberg und ganz Hessen teil. Es ist an der Zeit, dass wir gemeinsam Flagge zeigen und mit unserem Protest dem Hessischen Wirtschafts- und Energieminister öffentlich entgegen treten. Jeder einzelne Bürger, der Einsatz zeigt und ein Zeichen gegen diesen Irrsinn setzt, ist wichtig. Der Einzelne kann dabei leider nicht viel erreichen, sind seine Argumente auch noch so gut. Eine große Beteiligung wird hingegen für ein Umdenken in der Politik sorgen. Denn nichts fürchten Politiker mehr als unbequeme Bürger und den Verlust der Wählergunst. Zeigen Sie Tarek Al- Wazir die 'Rote Karte'", heißt es in der Pressemitteilung abschließend.
Anmeldung zur Busfahrt bis zum Mittwoch 17. September unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich, der Kostenbeitrag beträgt zehn Euro.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de