Tauber: „Dem demografischen Wandel aktiv begegnen“

Politik

Zu einem Informationsbesuch kam der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber in die Geschäftsstelle von SPESSARTregional nach Jossgrund.

Höfler Fenster

Von der Regionalmanagerin Sabine Jennert wollte sich Tauber über den aktuellen Sachstand beim Projekt "Regionale Daseinsvorsorge" informieren lassen.

Kürzlich war es gelungen, für den Zusammenschluss SPESSARTregional als eine von bundesweit 21 Standorten eine hohe Förderung des Bundes zu erhalten. "Insgesamt fließen somit Fördermittel des Bundes in Höhe von 125.000 Euro in die Spessartkommunen des Main-Kinzig-Kreises", freute sich Tauber. Tauber und Jennert waren sich einig, dass die Aufnahme in das Programm ein wichtiger Schritt für die Region ist. Tauber gratulierte Jennert stellvertretend für das gesamte Team von SPESSARTregional, das eine erfolgreiche Bewerbung erst möglich gemacht habe. Insgesamt lagen der Auswahlkommission  unter der Leitung der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Rita Süssmuth gleich 150 Bewerbungen aus den verschiedenen Regionen Deutschlands vor.

Mit der Förderung wird in den kommenden zwei Jahren eine Regionalstrategie erstellt, mit der Wege zur Anpassung der regionalen Infrastruktur an den demografischen Wandel  gefunden werden sollen. Die Versorgung der einzelnen Ortsteile mit medizinischen Leistungen sowie mit Waren des täglichen Bedarfs seien zentrale Themen, doch auch die Entwicklung der Ortskerne sei ein wichtiger Bereich, berichtete Jennert. Hier deute sich bereits seit längerem an, dass einige ländliche Kommunen im Spessart durch den Gebäudeleerstand in den Ortskernen vor erhebliche Herausforderungen gestellt werden. Auch die Themen Bildung und Mobilität seien für die Untersuchungen von Bedeutung. Das Programm soll hierfür eine zentrale Unterstützung sein. Daher sei es wichtig, dass neben der finanziellen auch eine fachliche Unterstützung durch die Experten des Bundesverkehrsministeriums in Anspruch genommen werden könne. Wie Tauber zudem betonte, sei es sehr gewinnbringend, dass unter dem Dach von SPESSARTregional viele Kooperationspartner wie etwa die Kreisverkehrsgesellschaft eingebunden seien, um eine praxisorientierte Arbeit zu gewährleisten. Am Ende des Prozesses soll eine möglichst konkrete Handlungsstrategie stehen, so Tauber. Ziel sei es, möglichst viele Menschen in der ländlichen Region zu halten.

Wie Jennert berichtete, habe man mit der aktiven Arbeit bereits begonnen. Schon im März hätten sich die drei Arbeitsgruppen "Wohnortnahe Grundversorgung", "Verkehr und Mobilität" sowie "Siedlung und Wohnen" zusammen gefunden. Besonders erfreulich sei die gute Beteiligung an dem Angebot. "Der demografische Wandel ist eines der zentralen Querschnittsthemen gerade im Osten des Main-Kinzig-Kreises. Es ist ein sehr ermutigendes Signal, dass das Thema aktiv und unter Einbindung der Bevölkerung angegangen wird. Erfreulich ist zudem, dass uns die Bundesregierung bei der Bewältigung der Aufgaben derart unterstützt", so Tauber. Zugleich dankte Tauber den Bürgerinnen und Bürgern in Jossgrund, die sich bereits seit vielen Jahren parteiübergreifend mit dem Thema befassen und mit ihren Initiativen bereits gezeigt hätten, dass man den demographischen Wandel gestalten kann.

Abschließend hatte Sabine Jennert noch einen interessanten Veranstaltungstipp für den Bundestagsabgeordneten. Im Rahmen der Wächtersbacher Messe wird am 12.Mai das Live-Finale des regionalen Songcontests "Ein Lied für den Spessart" stattfinden, bei dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, sowie Vereine und Musikgruppen aufgerufen waren, ein Lied mit Bezug zum Spessart zu komponieren und vorzustellen.

 


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