Der Kreisverband der Jungen Union Main-Kinzig begrüßt die Planungen der schwarz-grünen Koalition im hessischen Landtag, das Mindestalter für ein kommunales Wahlamt von 25 auf 18 Jahre abzusenken.
So würde künftig nicht mehr eine starre Altersgrenze entscheiden, ob jemand für das Amt des Bürgermeisters, Landrats oder ein anderes Wahlamt kandidiert und damit eine alte Forderung der Jungen Union endlich umgesetzt werden.
„Ein mündiger Bürger kann selbst entscheiden, ob ein junger Kandidat für ein vakantes Amt geeignet ist“, findet JU-Kreisvorsitzender Andy Wenzel. Das müsse für eine Demokratie eigentlich selbstverständlich sein. Das Gegenargument, die Altersgrenze von 25 sei gerechtfertigt, weil man für ein solches Amt ein gewisses Maß an Aus- und Fortbildung bräuchte, sei nicht mehr zeitgemäß. In Zeiten von G8 und der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht schließen junge Menschen ihre Ausbildung oder ihr Studium immer früher ab und gelangen auch beruflich schon in jungen Jahren in verantwortungsvolle Positionen. „Man muss sich vor Augen führen, dass viele Jugendliche heutzutage schon mit 18 Jahren anfangen zu studieren, und dann mit 21 bereits ihren Bachelor-Abschluss in den Händen halten. Ebenso können 18-Jährige in den Bundestag gewählt werden, ja selbst Bundeskanzler werden“, so der Pressesprecher JU Konrad Schäfer.
Vielmehr sei die geplante Absenkung des Mindestalters vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein wichtiges Zeichen in Richtung junger Menschen: „Es geht nicht darum, dass künftig 18-jährige Landräte eine Verwaltung mit mehreren Hundert Mitarbeitern führen sollen. Man gibt aber Jugendlichen die Botschaft mit auf den Weg, dass sie in einer älter werdenden Gesellschaft gebraucht werden und man ihr Engagement anerkennt“, so Schäfer weiter.
Vor diesem Hintergrund sieht man die Aussagen von Landrat Pipa kritisch: Dieser spreche jungen Menschen grundsätzlich die Fähigkeit ab, fachlich wie auch persönlich, ein Amt wie beispielsweise das eines Bürgermeisters auszufüllen. „Die Worte Pipas demotivieren junge Leute, sich politisch, aber auch gesellschaftlich zu engagieren. Zudem verkennt der Landrat offensichtlich, dass die starre Altersgrenze auch einem 24-jährigen vollausgebildetem Verwaltungsangestellten mit Berufs- und kommunalpolitischer Erfahrung die Kandidatur für das Bürgermeisteramt einer kleinen Gemeinde untersagt. Wir müssen Herrn Pipa daher in aller Deutlichkeit widersprechen und hoffen, dass die schwarz-grüne Koalition im Landtag die Absenkung des Mindestalters auch tatsächlich umsetzt“, so Wenzel und Schäfer abschließend.
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