Überall im Hessenland: Windkraft-Geld raubt den Verstand

Politik

Der neu gegründete Regionalverband VERNUNFTKRAFT Osthessen rief und über 800 Menschen kamen nach Fulda,  um gegen den rücksichtslosen und planlosen Ausbau von Windrädern in Hessen vorzugehen.

CID

Die Mitglieder von Bürgerinitiativen aus Hessen und aus angrenzenden Bundesländern wie Bayern und Rheinlandpfalz waren angereist, um für den Erhalt ihrer Gesundheit und ihrer Lebens- und Erholungsräume zu kämpfen. Unter ihnen auch 50 Mitglieder des Dachverbandes „Gegenwind MKK / Naturpark Spessart“. Die Demonstranten wurden von Jörg Clar, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes, auf dem Bahnhofvorplatz in Fulda begrüßt. Mit dem Motto „Energiewende ja, aber nicht über unsere Köpfe hinweg“, „Was bei uns keinen Sinn macht, macht überall keinen Sinn,  wir werden der Politik Widerstand leisten“ zogen die Demonstranten durch Fulda zum Verwaltungssitz der RhönEnergie. Dort endete der Demonstrationszug mit einer Kundgebung.

„Die Politik darf nicht gegen die Region und die Bürger gehen“, sagte Mario Klotzsche von der FDP: „Wir müssen die Energiepolitik stoppen, der Wahnsinn wird sonst weitergehen. Es ist wichtig, dass so viele Leute hier her gekommen sind.“ Über 3000 Hektar Fläche sollen in Osthessen bereitgestellt werden, damit 330 Windkraftanlagen darauf gebaut werden können. 90 Prozent der Fläche davon liegen im Wald. Dr. Ing. Ahlborn, Ingenieur und stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung Vernunftkraft machte mit markanten Worten auf die Unsinnigkeit der Windindustrieanlagen aufmerksam: “Es sollte jedem Politiker klar sein, dass diese Windräder ohne Wind keinen Strom liefern. Wer den Bürgern weismachen will, dass Windräder soundso viel Haushalte mit Strom versorgen, der befindet sich in bester Gesellschaft der Bürger einer bekannten deutschen Kleinstadt, die das Licht mit Säcken ins Rathaus getragen haben.“

Der energiepolitische Sprecher der FDP René Rock sagte den versammelten Menschen, er habe neben viel Zorn und Entschlossenheit auch die vernünftigen Argumente und Anliegen der Bürgerinitiativen gehört. Er nimmt diesen Unmut mit in den hessischen Landtag und wird dort dem Bürgerwillen Gehör verschaffen. Rock erklärte, schon ein einfaches Landesgesetz reiche aus, um die Bürger zu entlasten. Das Land Hessen solle wie Bayern die „10-H-Regel" beschließen, nach der der Abstand zwischen Windrädern und Ortsrändern zehnmal so groß sein soll wie die Höhe eines Windrad. Dies führt in der Regel zu einem Abstand von 2000 Metern. Aktuell sind in Hessen 1000 Meter Abstand vorgeschrieben. Inzwischen ist belegt, dass der Schwankungsbereich von Windstrom parallel konventionelle Kraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung erfordert. „Wegen ihrer fehlenden Grundlastfähigkeit – Strom dann bereitzustellen, wenn er benötigt wird – können Windkraftanlagen konventionelle Kraftwerke nicht ersetzen“.

Zur Demonstration kamen nicht Wutbürger, nicht Technik-Verweigerer, auch nicht „Vorgarten-Verteidiger“, protestiert haben Bürger jeglichen Alters aus der Mitte der Gesellschaft. Das persönliche Engagement der Teilnehmer zeigte auch die unübersehbar vielen Plakate, welche mitgeführt wurden. Dies sollte für die Mandatsträger aller Parteien ein Zeichen sein, den Bürgerwillen zu akzeptieren. Die Bürgerinitiativen des Bündnisses VERNUNFTKRAFT Regionalverband Osthessen und der Dachverband Gegenwind MKK / Naturpark Spessart fordern die hessische Landesregierung auf, zur Vernunft zu kommen und den weiteren Ausbau der Windenergie im waldreichen und windschwachen Hessen sofort zu stoppen.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
Messe Wächtersbach
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2