Damit solle laut IG Bau dem Problem begegnet werden, dass häufig viele ältere Menschen in ihren großen Wohnungen festsitzen, während viele Familien dagegen in viel zu kleinen Wohnungen wohnen. Laut Statistischem Bundesamt haben alleinstehende Senioren durchschnittlich 78,4 Quadratmeter zur Verfügung, während ein Paar mit einem Kind durchschnittlich pro Person auf 30,2 Quadratmeter Wohnraum kommt.
Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler hebt in dem Schreiben an die Wohnungsbauministerin hervor, dass eine Umzugsprämie nicht das geeignete Instrument für eine gelungene Senioren-Wohnungspolitik ist. Gerade auf dem flachen Land, wie etwa auch im mittleren und östlichen Main-Kinzig-Kreis, bleiben die älteren Menschen, sofern sie nicht betreut werden müssen, lieber in ihren Wohnungen, weil sie sich dort wohlfühlen und weil dort gleich um die Ecke meist die Kinder wohnen, die im Alltag hilfreich zur Seite stehen. Im Übrigen teilt Susanne Simmler die Bedenken vieler Seniorinnen und Senioren, ihre Wohnung verlassen zu sollen. Simmler: „In den eigenen vier Wänden hat sich das ganze Leben unserer Seniorinnen und Senioren abgespielt, sind die Kinder aufgewachsen, lagen Glück und Leid eng beieinander.“ Nicht zu Unrecht gebe es den alten Spruch: Einen alten Baum verpflanzt man nicht, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.
Die Erste Kreisbeigeordnete regt deshalb in dem Schreiben an die Ministerin an, besser die Förderung zum altersgerechten Umbau von Wohnungen voranzutreiben und dabei auch an neue Wohnformen im Alter zu denken.
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