Kreisbeigeordneter Matthias Zach reagiert mit einer Pressemitteilung auf das „geballte Unwissen“, das die FDP-Kreistagsfraktion zum Thema Schulsozialarbeit verbreiten ließ.
Kreisbeigeordneter Matthias Zach reagiert mit einer Pressemitteilung auf das „geballte Unwissen“, das die FDP-Kreistagsfraktion zum Thema Schulsozialarbeit verbreiten ließ.
„Die Schulsozialarbeit ist seit Jahren ein wichtiger Baustein, um jungen Menschen einen Schulabschluss zu ermöglichen sowie den Weg in ein erfolgreiches Berufsleben zu ebnen. Ausgerechnet in diesem Feld versucht die FDP nun Wahlkampf zu betreiben, und das noch auf plumpe Art und Weise mit Unterstellungen, die jeglicher Grundlage entbehren“, kritisiert der Schul- und Jugenddezernent.
Die FDP versuche erfolglos, so Zach, durch halbgare Andeutungen die Arbeit des Zentrums für Kinder-, Jugend und Familienhilfe (ZKJF) in ein schlechtes Licht zu rücken. „Über die Schulsozialarbeit, die das ZKJF im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises betreibt, kann sich jeder Bürger frei und transparent informieren. Die Evaluation der Arbeit, die sich die FDP wünscht, findet längst statt und kann im Internet in den regelmäßigen Einzel- und Gesamtberichten für alle 23 Schulen, in denen diese Sozialarbeit angeboten wird, heruntergeladen werden“, so Zach, der sich hier von den Liberalen etwas mehr Mühe bei der Recherche gewünscht hätte, bevor sie die Pressemitteilung abschickten.
„Im jüngsten Bericht von Februar dieses Jahres finden sich übrigens sehr aufschlussreiche Zahlen zum Erfolg des Angebots“, erklärt der Kreisbeigeordnete. So hätten im Schuljahr 2013/14 mehr als 1.750 Einzelfallberatungen mit über 1.600 Personen stattgefunden, 704-mal seien daraus langfristige Beratungen geworden, und in 30 Beratungsanlässen habe der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestanden. „Man kann aus diesen Zahlen durchaus ablesen, dass die Schulsozialarbeit in großem Umfang angenommen wird und dort ansetzt, wo sie benötigt wird“, meint Zach.
Die FDP stehe im Übrigen mit der Meinung alleine da, die Vergabe der Schulsozialarbeit ans ZKJF zu beanstanden, erklärt der Schul- und Jugenddezernent. „Das Regierungspräsidium Darmstadt als übergeordnete Aufsicht hält die Auswahl für richtig, die Kreisgremien unterstützen sie mit breiter Mehrheit und selbst die Steuerungsgruppe, der auch drei Bürgermeister angehören, sieht keinen Anlass, diese gute Arbeit zu beenden“, so Zach. Zudem hätten sich die Kosten für die Städte und Gemeinden über die Jahre hinweg deutlich verringert. Der Kreisausschuss hatte sich dafür eingesetzt, dass die durch Bundesentscheidung zustehenden Spitzabrechnungsmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket umgehend auf die zu zahlenden Beiträge der Kommunen zur Schulsozialarbeit angerechnet werden. Dadurch sank die Belastung um mehr als 40 Prozent.
„Wenn die FDP ihre Anstrengungen intensivieren will, die Städte und Gemeinden zu entlasten, dann ist das löblich. Dann sollte sie sich aber an die richtigen Adressaten wenden und zum Beispiel in Wiesbaden endlich dafür werben, dass sich das Land Hessen an der Finanzierung der Schulsozialarbeit zu einem Drittel beteiligt. Genau das hatte der damalige hessische Kultusminister Jürgen Banzer versprochen und das fordern wir nach wie vor ein“, so Zach abschließend.
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