Zu einem Austausch über die ersten Erfahrungen seit Unterzeichnung der Vereinbarung zur Vermeidung von Alkoholmissbrauch trafen sich die Vertreter der Ordnungsämter aus den einzelnen Kommunen des Main-Kinzig-Kreises.
Zu einem Austausch über die ersten Erfahrungen seit Unterzeichnung der Vereinbarung zur Vermeidung von Alkoholmissbrauch trafen sich die Vertreter der Ordnungsämter aus den einzelnen Kommunen des Main-Kinzig-Kreises.
Vor einem Jahr unterzeichneten alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister eine Alkoholpräventionsvereinbarung, die der Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent Matthias Zach zuvor auf den Weg brachte, über die Vermeidung von Alkoholmissbrauch auf Festveranstaltungen im Main-Kinzig-Kreis.
„Mit dem Papier wurde verabredet, dass die maßgeblichen Bestimmungen zum Jugendschutz vor Ort besser umgesetzt und kontrolliert werden“, freute sich Matthias Zach über diesen wichtigen Schritt bei der Alkoholprävention. Darüber hinaus wollen alle Beteiligten vorbeugende Maßnahmen sowie die Vorbildfunktion verstärkt nutzen, um die Entwicklung zu stoppen. Außerdem wird verstärkt darauf geachtet, dass Veranstalter die Zugangskontrollen und Altersbeschränkungen sorgfältig umsetzen. Auch gelten strenge Auflagen beim Alkoholausschank sowie beim Umgang mit betrunkenen Besuchern.
„Es ist mir wichtig, dass über den verantwortungsbewussten Umgang mit Bier, Schnaps und Wein gesprochen wird“, sagte Zach. Alkoholmissbrauch durch Kinder und Jugendliche ist ein aktuelles Thema, mit dem sogenannten „Komasaufen“, bei dem Jungen und Mädchen mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen, muss sich auseinandergesetzt werden. Deshalb freute sich Matthias Zach darüber, dass dieses Thema in den Kommunen angekommen sei, viele Ordnungsämter von der Jugendarbeit begleitet werden, da auch in den Jugendzentren das Thema Jugendschutz aktuell ist. Er dankte den Organisatoren der Veranstaltung, dem Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises und der Suchtprävention bei der Arbeiterwohlfahrt des Kreisverbandes Main-Kinzig.
In den vergangenen Jahren ist der Alkoholkonsum bei den Jugendlichen langsam zurückgegangen. Die Zahlen von Vergiftungen durch Alkohol sinken. Dennoch ist der Alkoholkonsum immer noch hoch. In Deutschland weisen neun Millionen Menschen einen riskanten Alkoholgebrauch auf, 1,7 Millionen sind alkoholabhängig. Alkohol schädigt die Gesundheit und ist nicht selten ein Auslöser für Aggression und Gewalt. Bei etwa 40 Prozent aller polizeilich erfassten Gewaltdelikte ist der Alkoholkonsum mit verantwortlich. Ziel der Veranstaltung war die Verbesserung des Jugendschutzes. Verantwortung und Vorbildverhalten von Erwachsenen im Umgang mit Alkohol sind dabei wichtige Bausteine. Die konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes bei Festveranstaltungen, in der Gastronomie und im Einzelhandel sowie eine breite Sensibilisierung der Bevölkerung sind Beiträge, die von Ordnungsämtern geleistet und kontrolliert werden können. Zach unterstrich darüber hinaus die Bedeutung des Präventionsprojektes „HaLt – Hart am Limit“. Seit 2011 werden dabei die Betroffenen gezielt angesprochen und über mögliche Probleme aufgeklärt.
Foto: Kreisbeigeordneter Matthias Zach (links im Bild) begrüßte die Vertreter der Ordnungsämter aus den einzelnen Kommunen des MKK zu einem Erfahrungsaustausch über Suchtprävention und Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen.
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