Zach: „Mit dem Nidd-Ex in die Zukunft fahren“

Politik

Hochkarätig besetzt war die erste Niddertalbahnkonferenz, zu der Verkehrsdezernent Matthias Zach ins Main-Kinzig-Forum eingeladen hatte.

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Mehrere Bürgermeister, Vertreter aus Verbänden sowie Verkehrsexperten berieten über die Zukunft der Bahnlinie, die Pendler entlang der Strecke zwischen Glauburg-Stockheim und Frankfurt bedient und auch in Niederdorfelden, Schöneck und Nidderau Halt macht. Dabei ging von der Konferenz ein Signal aus: Das sogenannte „Stockheimer Lieschen“ soll gestärkt und ausgebaut werden zum Niddertal-Express. „Lasst uns mit dem Nidd-Ex in die Zukunft fahren“, rief Matthias Zach den Konferenzteilnehmern zu.

Der Verkehrsdienstleistungsvertrag für die Niddertalbahn laufe zwar erst im Jahr 2027 aus, wie Zach eingangs erklärte, „aber Bahnjahre sind ziemlich lange Jahre“. Notwendige Veränderungen könnten nur mit entsprechend langer Vorlaufzeit – buchstäblich – aufs Gleis gebracht werden. „Daher müssen wir uns schon heute mit der Niddertalbahn beschäftigen.“

An der Wichtigkeit der Bahnverbindung ließ er keinen Zweifel und wies nur mal auf die Pendlerzahlen hin. So kämen jeden Tag rund 340.000 Pendler nach Frankfurt um zu arbeiten, während 77.000 Menschen Frankfurt verließen, unter anderem auch nach Osten. „Die Niddertalbahn gewährleistet eine attraktive Anbindung der eher ländlich geprägten Teile der Wetterau und des nordwestlichen Main-Kinzig-Kreises an das Mittelzentrum Bad Vilbel sowie nach Frankfurt“, legte der Kreisbeigeordnete dar.

Thomas Busch vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) berichtete von einem wachsenden Bedarf im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs. „Wir rechnen mit einer Steigerung zwischen Ballungsraum und Region um 12 Prozent“, sagte Busch. Das betreffe insbesondere die Gleisverbindungen. Die Niddertalbahn stehe jedoch als eingleisige und nicht elektrifizierte Strecke vor einer besonderen Herausforderung.

Finanziell anspruchsvoll sei ein Ausbau der Niddertalbahnstrecke, fand auch Monika Sperzel, Erste Stadträtin von Nidderau und zugleich Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Niddertal (AGNV). Gleichwohl könne von Gelnhausen aus auch das Zeichen ausgehen, „dass wir ein intelligentes Finanzierungsmodell anstreben“. Damit fasste sie den mehrfach geäußerten Wunsch zusammen, dass die Kommunen nicht alleine die Kosten eines Ausbaus tragen sollten. An der Finanzierung des ÖPNV müsse der Bund beteiligt werden, ein Ausbau des „Stockheimer Lieschens“ solle das Land über eine Vorfinanzierung beschleunigen.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand zudem die Frage, wie die Niddertalbahn kurz- und langfristig ihre Attraktivität steigern könne. Ein Vorschlag betraf die Verkürzung der Intervalle von einem derzeit 30-minütigen Rhythmus hin zu Abständen von 20 oder 15 Minuten. Eine Elektrifizierung der Strecke kam ebenso zur Sprache wie ein stärkeres Werben der Anrainerkommunen um weitere Fahrgäste.

Die Teilnehmer vereinbarten, dass sie diesen Impuls des Kreisbeigeordneten Matthias Zach nutzen wollten, um die Diskussion in selber Runde in den nächsten Monaten fortzuführen. „Ich denke, dass von der Konferenz Signale in viele Richtungen ausgehen“, fasste Matthias Zach am Ende des Treffens die Redebeiträge zusammen. „Wir wollen, dass alle verantwortlichen Stellen der Entwicklung der Niddertalbahn den gleichen Stellenwert einräumen wie anderen Schienenprojekten, ich nenne nur mal als Beispiel die nordmainische S-Bahn. Wir wollen die Weiterentwicklung zum Nidd-Ex, wir wollen den Ausbau“, so Zach.

Foto: „Wir wollen die Weiterentwicklung zum Nidd-Ex“: Kreisbeigeordneter Matthias Zach, Thomas Busch (RMV), die Vorsitzende der AGNV Monika Sperzel und Roland Rossa, Regionalkoordinator des Kreises (von rechts).


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