Die Freien Wähler Main-Kinzig wollen die Aussage des CDU-Kreisfraktionsvorsitzenden Michael Reul nicht unkommentiert im Raum stehen lassen.
Reul hatte auf der Delegiertenversammlung der CDU am Samstag in Gelnhausen behauptet, die Freien Wähler Main-Kinzig seien innerhalb der Koalition aus SPD, Grünen und Freien willenlose und inhaltsleere Mehrheitsbeschaffer.
Dieser Aussage Reuls tritt der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Wähler und Demografiebeauftragte des Kreises, Carsten Kauck, in einer Pressemitteilung entschieden entgegen. „Reul möge Recht behalten, wenn er sagt, den Freien Wählern im Kreis fehle es an Außenwahrnehmung“, so Kauck. Der Behauptung, dass seine Fraktion innerhalb der Kreiskoalition inhaltsleer agiert, widerspricht Kauck hingegen vehement und vergleicht seine Fraktion mit dem Tank eines Autos. Dieser werde von außen weder im Vorbeigehen noch beim Kauf wahrgenommen. Aber der beste Motor und die schönste Karosserie tauge nichts, wenn der Tank nicht gefüllt sei. Dass die Freien Wähler innerhalb der Kreiskoalition in den vergangenen Jahren immer für einen vollen Tank sorgten, macht Kauck an mehreren Projekten deutlich. So seien es die Freien Wähler gewesen, die den Vorschlag des Landrates nach kreisweitem Breitbandausbau vorantrieben. Während die Koalitionspartner noch Kosten und Nutzen abwogen, habe seine Fraktion bereits auf Grund der positiven Erfahrungen die der FW-Landrat Kübler im Odenwaldkreis mit dem Breitbandausbau gemacht hatte, das Vorhaben des Landrates inhaltlich begleitet und vorangetrieben. Dass sich der Einsatz gelohnt habe, bestätige der Landrat beinahe täglich mit neuen Erfolgsmeldungen. Auch bei dem nächsten ehrgeizigen Projekt, dem Ausbau der Kinzig-Kliniken an den Standorten Gelnhausen und Schlüchtern, sehen sich die Freien Wähler als Taktgeber. Noch lange vor den geplanten Ausbaumaßnahmen der Kliniken, als diese Geld für den Bau der Zentralsterilisation in Gelnhausen benötigten, machten sich die Freien Wähler als erste Fraktion bereits für eine finanzielle Beteiligung des Kreises an den Kosten dafür stark und. wie Kauck unterstreicht, "erfolgreich". Der Kreis hat sich hier Ende 2013 mit 2,5 Mio. € an den Investitionskosten beteiligt.
Bereits als kleine Oppositionsfraktion habe man sich für die Ausgliederung der Bildungspartner GmbH aus dem Geflecht der Main-Kinzig-Kliniken ausgesprochen. Mehr Effizienz und mehr Transparenz bei den Bildungspartnern habe seine Fraktion sich damals von diesem Schritt versprochen. Als eine der ersten Maßnahmen nach dem Ende der Großen Koalition vollzog die neue Koalition sodann auch die Ausgliederung. Auch zur Gestaltung der Schullandschaft im östlichen Main-Kinzig-Kreis habe man eigene, mit den Freien Wählern vor Ort abgestimmte Vorschläge eingebracht. Dass sich die Freien Wähler damit nicht durchsetzen konnten, bedauert Kauck noch heute. Nicht zuletzt habe Kauck in seiner Position als Demografiebeauftragter ein Thema in den Fokus des kommunalpolitischen Handelns gerückt, dass von der Großen Koalition im Kreis in den vergangenen Jahren geradezu stiefmütterlich behandelt wurde. Derzeit gäbe es kein kreispolitisches oder kommunales Thema, das nicht vor der Umsetzung aus dem Blickwinkel des Demografischen Wandels betrachtet und beleuchtet werde. Dass Herr Reul diese Erfolge der Freien Wähler gerne unter den Teppich kehren möchte, kann Kauck nur all zugut verstehen. Schließlich müsse die CDU bei ihrer "mehr als unkoordinierten Oppositionsarbeit der letzten Jahre nicht unbegründet damit rechnen", dass noch mehr ihrer bisherigen Wähler am 6. März nächsten Jahres „Freie Wähler“ wählen werden.
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