Im Dezember letzten Jahres hatte der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises einstimmig die Erweiterung von Hof Reith in Schlüchtern beschlossen.
Im Dezember letzten Jahres hatte der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises einstimmig die Erweiterung von Hof Reith in Schlüchtern beschlossen.
Die kreiseigene Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber soll um 61 Plätze auf 221 erweitert werden. Die Erweiterung war notwendig geworden, da die Anzahl an Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in den letzten Monaten immer weiter zugenommen hatte und Hof Reith eine wichtige Entlastungs- und Pufferfunktion für die Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis darstellt, die die Flüchtlingen zur Unterbringung zugewiesen bekommen.
Von dem Stand der Arbeiten machte sich nun der Arbeitskreis Soziales der CDU-Kreistagsfraktion vor Ort einen Überblick. „Es ist beeindruckend, dass binnen weniger Monate, die seit der Zustimmung des Kreisparlaments vergangen sind, der Rohbau mit Fenstern und Türen erstellt ist und bereits das Richtfest gefeiert wurde“, findet der sozialpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Uwe Häuser. „Den auf der Baustelle tätigen Handwerkern und den zuständigen Mitarbeitern in der Verwaltung muss ein großes Lob ausgesprochen werden. Ohne sie wäre die schnelle Umsetzung nicht möglich gewesen“, so Häuser.
Durch die Erweiterung von Hof Reith wolle man von Seiten der Kreispolitik nicht von der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge in den Städten und Gemeinden abweichen. „Die Unterbringung auf einer Erstaufnahmeeinrichtung erfolgt grundsätzlich nur übergangsweise. Während im Jahr 2010 nur 198 Personen im Main-Kinzig-Kreis aufzunehmen waren, haben wir im Jahr 2014 von 1.044 Personen gesprochen. Und die Tendenz ist weiter ansteigend“, zeigt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und Landtagsabgeordnete Michael Reul den Ernst der Lage auf. Es sei daher unbedingt notwendig geworden, Hof Reith in Schlüchtern auszubauen, um auf den ansteigenden Flüchtlingsstrom zu reagieren. Im Zuge der Erweiterung würden zudem wichtige Grundsanierungsarbeiten an den Bestandsgebäuden vorgenommen werden.
„Es ist gut, dass der Main-Kinzig-Kreis schon in diesem Jahr durch das Land weitergeleitet Bundesmittel von mehr als 2,8 Millionen Euro für die Unterbringung von Asylbewerbern erhält. Im Jahr 2016 stockt das Land seine Mittel in diesem Bereich zudem um 60 Prozent auf 628 Millionen Euro hessenweit auf. Somit tragen alle staatlichen Ebenen ihren Teil für die Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern bei“, so Uwe Häuser und Michael Reul abschließend.
Foto (von links): Jan Leußler, Günter Frenz, Silvia Leußler, Maja Weise-Georg, Michael Reul, Uwe Häuser, Heiko Kirchner, Heinz-Jürgen Heil, Adolf Kreisel.
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