Junge Union Main Kinzig diskutiert Flüchtlingsproblematik

Politik

Im Rahmen der zuletzt abgehaltenen Klausurtagung der Jungen Union Main Kinzig hat sich der CDU-Nachwuchs auch mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik auseinandergesetzt.

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JU-Kreisvorstandsmitglied Philipp Schlögl führte mit einem Impulsvortrag in die Thematik ein. So wurde deutlich, dass mit über 50 % der Löwenanteil der Flüchtlinge nach Europa aus den drei Ländern Syrien, Albanien und dem Kosovo kommen. Während die Flucht der Menschen aus Syrien überwiegend in politischer Verfolgung begründet liegt, verbinden Flüchtlinge aus dem Kosovo und Albanien mit ihrer Flucht primär die Suche nach besseren wirtschaftlichen Verhältnissen. Entsprechend der unterschiedlichen Fluchtursachen sind auch die Ausgänge der Asylverfahren stark divergierend. Laut einer Datenerhebung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden Erstanträge von syrischen Flüchtlingen zu 98 % angenommen, währenddessen sich der positive Ausgang bei Flüchtlingen aus dem Kosovo und Albanien lediglich auf 0,3 % beziffert. „Die Faktenlage macht deutlich, dass vereinfachte Antragsverfahren für wirtschaftlich motivierte Flüchtlinge notwendig sind, um deren Rückführung schneller einzuleiten. Den Vorstoß der Bundesregierung im Zuge des aktuellen Gesetzespaketes zur Asylpolitik, eine Ausweitung der Liste sogenannter „sicherer Herkunftsländer“ um den Kosovo, Montenegro sowie Albanien zu forcieren, begrüßen wir in diesem Zusammenhang ausdrücklich“, so Philipp Schlögl.

Neben den bundespolitischen Fragestellungen der Flüchtlingskrise befassten sich die JUler auch mit den konkreten Auswirkungen auf den heimischen Main-Kinzig-Kreis. So werden in Deutschland ankommende Asylbewerber nach dem sogenannten „Königssteiner Schlüssel“ den einzelnen Bundesländern zugeteilt. Für Hessen ergibt sich dadurch eine Aufnahmequote von 7,3 %, welche dann wiederum auf die einzelnen hessischen Landkreise verteilt werden. Für den Main-Kinzig-Kreis heißt dies konkret, dass mit steigenden Flüchtlingszahlen auch die Auswirkungen auf den eigenen Landkreis drastischer werden. Nach aktuellen Informationen der Kreisverwaltung halten sich derzeit über 2.300 Flüchtlinge im Main-Kinzig-Kreis auf. Die Tendenz hierbei sei steigend.

Während vor einigen Wochen in Hanau mit der Umfunktionierung der August-Schärttner Halle kurzfristig ein Erstaufnahmelager mit über 1.000 Plätzen errichtet wurde, das mittlerweile von den Flüchtlingen wieder verlassen wurde, bieten kreisweit noch 18 weitere Gemeinschaftsunterkünfte Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen. „Wir sehen insbesondere in der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge einen wichtigen Parameter für den Erfolg der Integration und somit auch der Bewältigung der Flüchtlingsherausforderung. Zentrale Flüchtlingslager mit mehreren hunderten Menschen auf engstem Raum können nur ein vorrübergehender Zustand sein“, so der JU-Kreisvorsitzende Pascal Reddig.

Darüber hinaus macht die Junge Union Main Kinzig deutlich, dass neben der dezentralen Unterbringung auch dem Erlernen der deutschen Sprache eine Schlüsselrolle zur Integration zukommt. „Wir sind davon überzeugt, dass Flüchtlingen mit verbindlichem Bleibeanspruch zügig Deutsch lernen müssen, um sich möglichst schnell in der deutschen Gesellschaft zu Recht finden zu können. Wir sprechen uns deshalb für mehr Deutschkurse für anerkannte Flüchtlinge aus“, so Reddig weiter.

Alles in allem unterstreicht die Junge Union Main Kinzig, dass der Integrationserfolg letztlich aber auch vom individuellen Willen der Flüchtlinge selbst und auch der Akzeptanz der Bevölkerung abhängig ist. „Dezentrale Unterbringung und auch Sprachkurse helfen nichts, wenn diese Angebote nicht aktiv von allen Beteiligten angenommen und unterstützt werden. Die gesellschaftliche Herausforderung der Integration kann unserer Meinung nur gelingen, wenn gemeinsam aktiv und langfristig an einer Lösung gearbeitet wird. Gleichzeitig dürfe dabei aber auch nicht unser deutsches Wertesystem aus den Fugen geraten“, so Reddig und Schlögl abschließend.


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