Zach will Modernisierung der Niddertalbahn vorantreiben

Politik

Die Planungen im Bereich des Schienenverkehrs brauchen zum Teil einen langen Vorlauf.

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Kreiswerke Main-Kinzig

Daher möchte der Kreisbeigeordnete Matthias Zach rechtzeitig die Modernisierung der Niddertalbahn weiter vorantreiben. „Die positive Resonanz aus der Konferenz am 10. Juli müssen wir aufgreifen und die Leistungsfähigkeit der Strecke weiter erhöhen“, sagt der Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises.

Die 2008 abgeschlossene Verbesserung und der Einsatz moderner Züge hätten bereits gute Wirkung gezeigt und die Attraktivität der Linie 34 zwischen Bad Vilbel und Stockheim spürbar erhöht. Zwischen 6.000 und 7.000 Fahrgäste werden täglich auf der eingleisigen Strecke gezählt. Im Main-Kinzig-Kreis werden Niederdorfelden sowie mit jeweils drei Haltepunkten die Orte Schöneck und Nidderau angesteuert.

In einem Schreiben an den Rhein-Main-Verkehrsverbund hat Matthias Zach gemeinsam mit dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) mehrere Optimierungsmaßnahmen zur Prüfung aufgeführt. Dazu gehören die durchgehende Elektrifizierung der Strecke, ein zweigleisiger Ausbau oder zumindest weitere Kreuzungsmöglichkeiten sowie eine Verlegung oder Begradigung der Station Kilianstädten. „Damit können wir die Qualität deutlich verbessern und die Akzeptanz weiter steigern“, macht der Kreisbeigeordnete deutlich. Die Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr (AGNV) mit den sechs betroffen Kommunen, den beiden Landkreisen Main-Kinzig und Wetterau mit ihren Verkehrsverbünden hatten im Frühjahr gleichlautende Forderungen formuliert.

In diesem Sinne schlägt Verkehrsdezernent Zach als nächsten Schritt eine entsprechende Machbarkeitsstudie mit einer Nutzen-Kosten-Analyse vor. Die Kosten für dieses Papier sollen zur einen Hälfte die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) und der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe sowie der Rhein-Main-Verkehrsverbund tragen. Die Ergebnisse würden dann für die neue Ausschreibung der Verkehrsleistungen ab 2027 einfließen.

„Wir müssen die kommenden Jahre nutzen, um die Strecke schneller, zuverlässiger und umweltfreundlicher zu gestalten“, sagt Zach. Und die Erfahrungen bei den Verkehrsprojekten wie Kinzigtalbahn, Riederwaldtunnel oder Nordmainische S-Bahn hätten gezeigt, dass hier mitunter ein sehr langer Atem nötig ist. Daher werde der Main-Kinzig-Kreis für die Niddertalbahn weiter auf das Tempo drücken, um die Infrastruktur den modernen Erfordernissen anzupassen. Über die Notwendigkeit und Bedeutung eines leistungsfähigen Nahverkehrs in dieser Region dürfte es keine Zweifel geben.


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