Was die CDU veranstalte sei eine „durchsichtige und obendrein gefährliche Stimmungsmache“, führt Zach weiter aus. „Die Forderungen laufen darauf hinaus, dass im Schulbau das Budget um mehr als 9 Millionen Euro und damit um gut die Hälfte gekürzt wird. Um die Hälfte! Bei einem Investitionsstau im hohen dreistelligen Millionenbereich an insgesamt 100 Schulen. Wenn dann CDU-Kreispolitiker dem Main-Kinzig-Kreis – natürlich nicht öffentlich – empfehlen, wir sollten einfach ‚weniger sanieren‘, dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.“
Zach erinnert daran, dass jedes Jahr mehrere Schulen die Umwandlung in eine Ganztagsschule beschließen, in diesem Jahr habe die Zahl von 13 Anträgen so hoch gelegen wie noch nie. Das erfordere jeweils entsprechende bauliche Maßnahmen des Schulträgers. „Bisher war es Konsens unter den Parteien im Kreistag, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen und dem Wunsch der Schulgemeinden schnellstmöglich nachkommen. Wenn aber an einem Schulstandort ein naturwissenschaftlicher Bereich erneuert oder eine Mensa gebaut werden muss, dann ist dieses schmälere Budget fast schon aufgebraucht“, erklärt der Schuldezernent. „Die CDU wird dann aber scheinheilig mit dem Finger auf die Koalition und die Kreisspitze zeigen und das auch wieder monieren“, ist er sich sicher. „Denn das Spielchen kennen wir doch und erleben es ja gerade wieder: Im Land heben die drei CDU-Abgeordneten Kasseckert, Klein und Reul gemeinsam mit ihrer Fraktionen die Hand, wenn es darum geht, die Schulbaupauschale und beim Schullastenausgleich zu streichen. Im Kreis tun sie aber verwundert, wenn der Main-Kinzig-Kreis nun dafür kämpft, weiter wie bisher in Bildung investieren zu dürfen. Ich prophezeie: Niemand in der Kreis-CDU wird den Wählern ehrlich die Folgen ihrer Forderung erklären: weniger Sanierungen von Sanitärbereichen, weniger Erneuerungen von naturwissenschaftlichen Bereichen, weniger Umbaumaßnahmen für Mittagsbetreuung. Das ist verantwortungslos und ideenlos, mithin blanker Populismus.“
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