Der Main-Kinzig-Kreis stellt den heimischen Vereinen – ohne Sportvereine – rund 210.000 Euro für die Nachwuchsarbeit zur Verfügung.
Darüber informierte Erste Kreisbeigeordnete die Vertreter der jeweiligen Dachverbände in einem Gespräch im Main-Kinzig-Forum. „Vereine vermitteln gesellschaftliche Grundwerte, die Kinder und Jugendliche erleben müssen und auch dort erleben. Das möchten wir über das normale Maß hinaus unterstützen, um gerade Projekte oder Anschaffungen zu erleichtern, die bisher vielleicht an fehlendem Geld gescheitert sind“, erklärte Simmler. Über die Dachverbände, die die Anträge aus ihren Mitgliedsvereinen entgegennehmen, wird das Geld ausgeschüttet.
Insgesamt 450.000 Euro hatte der Kreisausschuss aus erstatteten Bundesmitteln für die Vereinsarbeit freigegeben. „Wir wollen, dass dieses Geld schnell und unbürokratisch auch tatsächlich bei den jungen Vereinsmitgliedern ankommt. Daher haben wir auf lange Antragsverfahren verzichtet und arbeiten dezentral mit den Dachverbänden zusammen“, erläuterte Simmler. „Das ist für uns die Gewähr für eine bedarfsgerechte und unmittelbare Verwendung der Mittel. Das heißt aber auch für die Dachverbände, dass sie bei ihren Vereinen dafür werben, die Förderung in Anspruch zu nehmen.“
Im Gespräch mit den Vertretern, die unter anderem aus Musikschulen, Hilfsverbänden und Geflügelzucht-Kreisverbänden stammten, zeigte Simmler Beispiele auf, wie die Förderung genutzt werden kann. So sei die Anschaffung von Instrumenten und Vereinskleidung möglich, besondere Übungsformate könnten finanziert werden, genauso wie auch Projekte für bestimmte Mitgliedergruppen, etwa behinderte Kinder. „Wichtig ist, dass die Förderung direkt ankommt, und zwar bei den Mitgliedern im Vorschul- und Schulalter“, sagte Simmler.
Im Jahr 2012 gewährte der Bund den Ländern für die Leistungen der Bildung und Teilhabe eine Pauschalerstattung, denn seit 2011 können bedürftige Familien für ihre Kinder Leistungen aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Mit dem Ziel bedürftige Kinder und Jugendliche stärker in die Gemeinschaft der Vereine zu integrieren. Einkommensschwache Familien sollen die Möglichkeit haben, Lern- und Freizeitangebote in Anspruch zu nehmen, um somit bessere Bildungs- und Entwicklungschancen zu erhalten. Doch wegen tatsächlich geringerer Inanspruchnahme des Angebotes wurden Teilbeträge der Erstattungen ab 2013 durch den Bund einbehalten. Auf Grund einer Klage wurde der Bund vom Bundessozialgericht verurteilt, die im Jahr 2012 gewährten Pauschalbeträge für Bildung und Teilhabeleistungen den Ländern zu belassen.
Das Land Hessen gibt die aus dem Urteil zufließenden Gelder an die Landkreise und kreisfreien Städte weiter. Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises hatte kürzlich entschieden, die Summe von insgesamt 450.000 Euro für die Jugendarbeit in Vereinen freizugeben. Rund 240.000 Euro erhalten hiesige Sportvereine, 210.000 kulturtreibende Vereine, Hilfsverbände und andere. Bis zum Herbst kommenden Jahres haben die Vereine und Verbände Zeit, ihre Anschaffungen zu tätigen oder die Projekte umzusetzen. Ansprechpartner für die Vereine sind in erster Linie die Vorsitzenden der jeweiligen Dachverbände. Weitere Fragen zur Abwicklung beantwortet auch Klaus Pichl, Vorstand des Kommunalen Centers für Arbeit-Jobcenter und Soziales, erreichbar per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon 06051/9741-48087.
Foto: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Fünfte von rechts) erläuterte den Vertretern der Dachverbände die Förderrichtlinien.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















