Die 48 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die derzeit im Jugendzentrum Ronneburg untergebracht sind, sollen möglichst bald nach Bad Soden-Salmünster umziehen.
Die 48 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die derzeit im Jugendzentrum Ronneburg untergebracht sind, sollen möglichst bald nach Bad Soden-Salmünster umziehen.
Wie der Kreisbeigeordnete Matthias Zach mitteilte, laufen weiterhin die Verhandlungen mit dem Eigentümer der ehemaligen St. Georg-Klinik in der Kurstadt. Da das Gebäude seit drei Jahren leer stehe, müsste nach einer Einigung allerding das Gebäude mit einem „minimalen Aufwand“ wieder ans Netz gebracht werden, zudem stünden vor allem brandrechtliche Überprüfungen an. Zach betonte aber, dass dort zunächst nur die 48 Kinder und Jugendlichen vom Jugendzentrum Ronneburg einziehen sollen, „es handelt sich nicht um 400 Menschen“, was als Gerücht verbreitet werde. Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge würden betreut werden „und es sind keine marodierenden Banden“, forderte Zach eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Keine aktuellen Pläne gibt es unterdessen mehr für das Schullandheim auf der Wegscheide in Bad Orb. Nachdem die Landesregierung zunächst die Zuweisung von 400 Flüchtlingen angekündigt hatte, stieg der Kreis in die Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt ein, die mit einer Stiftung Eigentümer des Areals ist. Mitte November sei dann auch schon alles vorbereitet gewesen für die Unterbringung der ersten Kinder und Jugendlichen, doch dann sei die Nachricht vom Land gekommen, dass Hessen die Zuteilungsquote für 2015 bereits erfüllt habe. Zach: „Anschließend haben wir alles wieder runtergefahren.“
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