Um am Wochenende oder vor gesetzlichen Feiertagen zu gewährleisten, dass Jugendliche im Main-Kinzig-Kreis abends sicher nach Hause kommen, fordert die Junge Union zu den genannten Zeiten die Einführung sogenannter „Fifty-Fifty-Taxis“.
Um am Wochenende oder vor gesetzlichen Feiertagen zu gewährleisten, dass Jugendliche im Main-Kinzig-Kreis abends sicher nach Hause kommen, fordert die Junge Union zu den genannten Zeiten die Einführung sogenannter „Fifty-Fifty-Taxis“.
Dabei handelt es sich um ein Bezahlmodell für reguläre Taxis, bei denen Jugendliche nur die Hälfte des eigentlichen Fahrpreises entrichten müssen. Die andere Hälfte des Preises wird von Sponsoren, Spendern oder durch eine Beteiligung des Kreises übernommen. „Leider gibt es in den Nachtstunden immer wieder Verkehrsunfälle, an denen junge Menschen beteiligt sind. Wir möchten dem entgegenwirken, indem eine Möglichkeit für Jugendliche geschaffen wird, kostengünstig und vor allem sicher nach Hause zu kommen. Nicht nur die Jugend würde davon profitieren, auch den Eltern der Betroffenen könnten so sorgenvolle Nächte erspart bleiben“, erklärt der JU-Kreisvorsitzende Pascal Reddig.
Jeder vierte Verkehrstote ist derzeit im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. „Mit der Einführung eines solchen Taxiprojekts könnte der Kreis zumindest in dieser Altersklasse für mehr Verkehrssicherheit sorgen“, so Reddig. Denkbar wäre, dass die Bezahlung mittels Gutscheinen erfolge, die man bei den Sponsoren oder direkt beim Kreis erwerben könnte. Diese könnten Jugendliche dann beispielsweise von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens an den entsprechenden Wochentagen als Zahlungsmittel bei den teilnehmenden Taxiunternehmen einlösen. Denkbar wäre auch, dass man das Projekt zunächst auf öffentliche Veranstaltungen beschränkt und private Feiern in der Anfangsphase außen vor lässt. „Um auf Kreisebene finanzielle Planungssicherheit zu gewährleisten, wäre es in der Testphase zudem sinnvoll, die Anzahl der Gutscheine zu limitieren“, schlägt Pressesprecher Konrad Schäfer vor.
Insgesamt könne der Kreis bei der Umsetzung des Projektes jedoch auf die Erfahrung zahlreicher Kommunen aus Deutschland zurückgreifen. In anderen Kreisen und Ländern werde dieses Konzept nämlich schon seit einiger Zeit erfolgreich umgesetzt und hat so zu mehr Verkehrssicherheit beigetragen. In Sachsen-Anhalt zum Beispiel ist die Zahl der jugendlichen Verkehrstoten seit der Einführung der Fifty-Fifty-Taxis im Jahre 1999 zurückgegangen. „Dort werden jährlich 30.000 solcher Gutscheine verkauft. Als Sponsoren finanzieren in Sachen-Anhalt beispielsweise das Innenministerium, Sparkassen und Versicherungen die Fifty-Fifty-Taxis“, so Schäfer. Auch in einigen hessischen Landkreisen würden die entsprechenden Taxis bereits als Erfolgsprojekt gelten.
„Sicherheit im Straßenverkehr darf am oftmals klammen Geldbeutel der Jugendlichen oder auch ihrer Eltern nicht scheitern. Deshalb hoffen wir auf breite Unterstützung der Verantwortlichen im Kreishaus für unseren Vorschlag und eine zeitnahe Umsetzung des Projekts – auch im Main-Kinzig-Kreis“, so Reddig und Schäfer abschließend.
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