Wie unlängst berichtet, steht das Kommunale Center für Arbeit (KCA) des Main-Kinzig-Kreises aktuell vor großen Herausforderungen.
Mit bis zu 3000 zusätzlichen neuen Anträgen von Asylsuchenden, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben müsse in den kommenden Monaten gerechnet werden. Um dieser Antragsflut her zu werden, suchen die Kreisverantwortlichen fieberhaft nach neuem Personal für die Sachbearbeitung im KCA.
Kein leichtes Unterfangen wie der Demografiebeauftragte des Main-Kinzig-Kreis, Carsten Kauck (FW) meint. Der Main-Kinzig-Kreis sei nicht der einzige Kreis, der vor diesen Herausforderungen stehe und nunmehr dringend qualifiziertes Personal für die Bearbeitung der Anträge benötige. Erschwerend komme bei der Personalsuche hinzu, so Kauck, der selbst Mitglied im Verwaltungsrat des KCA ist, dass man bisher nur befristete Arbeitsverhältnisse wird anbieten können, da der Bund die Kommunen hier im Unklaren lässt, wie lange die derzeitige Flüchtlingssituation anhalten wird und wie lange der Bund gedenkt entsprechend finanzielle Mittel an die Kommunen für die Mehrkosten zur Verfügung zu stellen. Derzeit sei das Engagement des Bundes vorerst auf ein Jahr befristet.
Um den sich abzeichnenden Aufgaben schnellstmöglich gerecht werden zu können und zügig geeignetes Personal einsetzen zu können, wirbt der Demografiebeauftragte deshalb bei der Kreisspitze erneut um die Einführung von Telearbeitsplätzen und Homeoffice. Was liegt näher, so fragt Kauck, als das eigene vorhandene und gut qualifizierte Personal des Main-Kinzig-Kreises effektiver einzubinden. Nicht wenige Bediensteten des Main-Kinzig-Kreises arbeiteten in Teilzeit. Die Betreuung von Kindern oder die Pflege von nahen Angehörigen erlaube es diesen Bediensteten unter Berücksichtigung der Fahrtstecke zum Arbeitsplatz nicht, ihre Arbeitszeit aufzustocken. In vielen Gesprächen mit Bediensteten des Kreises habe sich jedoch herausgestellt, so Kauck weiter, dass diese Mitarbeiter bei der Möglichkeit von zuhause aus arbeiten zu können (Telearbeit), bereit seien, ihre wöchentliche Arbeitszeit zu erhöhen. Der Main-Kinzig-Kreis habe mit seiner Investition in Höhe von 75 Millionen Euro in den Breitbandausbau die für Telearbeit notwendige Infrastruktur geschaffen, nutze sie aber selbst nicht, so Kauck enttäuscht. Wie erfolgreich Homeoffice und Telearbeit praktiziert und umgesetzt werden könne zeige, neben privaten Unternehmen, die hessische Landesverwaltung, welche schon seit mehreren Jahren ihren Bediensteten die Möglichkeit des Arbeitens von Zuhause aus bietet und dieses Arbeitsmodell stetig erweitert. Für Kauck sei unter den derzeit gegebenen Umständen der Zeitpunkt gekommen auch in der Kreisverwaltung die Telearbeit einzuführen.
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