An Warnstreiks in kommunalen Kliniken und einzelnen Behinderten- und Altenpflegeeinrichtungen haben sich am Donnerstag hessenweit rund 1.300 Beschäftigte beteiligt.
Die Streikenden sind aus ihren jeweiligen bestreikten Häusern zu drei Städten gereist, haben sich dort versammelt und vor Kliniken Kundgebungen abgehalten, nämlich in Wetzlar (300), Hanau (400) und Bad Soden (600). ver.di Landesfachbereichsleiter Georg Schulze-Ziehaus zieht eine positive Bilanz: „Wir sind sehr zufrieden. Die Stimmung war an allen drei Kundgebungsorten sehr gut, die Kolleginnen und Kollegen haben deutlich gemacht, dass sie von den Arbeitgebern mehr erwarten als das was auf dem Tisch liegt, nämlich real 0,6 Prozent mehr in diesem Jahr.“
An Nachmittag werden Teile der Frankfurter Warnstreikenden auch vor dem Club der Behinderten und ihrer Freunde CbeeF in Frankfurt demonstrieren. Dort findet eine Betriebsversammlung statt. Der CbeeF befindet sich in Schutzschirminsolvenz, die dazu führen soll, dass die Beschäftigten auf große Teile ihrer Gehälter verzichten. Die Streikenden im öffentlichen Dienst wollen den Beschäftigten ihre Solidarität und Unterstützung anbieten.
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen werden am 28.April in Potsdam fortgesetzt. ver.di fordert unter anderem sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat. Bundesweit sind rund 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen von den Tarifverhandlungen betroffen. In Hessen sind es 185.000 Beschäftigte.
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