Termin im Spessart: Die Kehrseite der Energiewende

Politik

"Der Dachverband Gegenwind MKK/Naturpark Spessart kämpft gegen die Zerstörung des Naturpark Spessart in Försbachtal/Jossgrund", heißt es in einer Pressemitteilung.

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Und weiter: "Trotz nachgewiesener Wochenstuben der geschützten Mopsfledermaus versucht der Projektierer JUWI in Zusammenarbeit mit der Naturenergie GmbH mit allen Mitteln die Genehmigung für den Bau von elf Windkraftanlagen mitten in Naturpark Spessart zu erhalten. An der Naturenergie GmbH ist der Main Kinzig Kreis beteiligt. In diesem Zusammenhang möchten wir auf eine Veranstaltung hinweisen: Der energiepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Rene Rock wird unter der Überschrift:  Die Kehrseite der „Energiewende“:  Wie Windkraft Natur und Landschaft zerstört  nächste Woche vor Ort sein, um mit Vertretern von Bürgerinitiativen, Naturschutzverbänden und der kommunalen Seite über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und mögliche weitere Maßnahmen zu besprechen."

Windkraft im Naturpark Spessart – Gefährdete Fledermausarten spielen keine Rolle mehr
Flörsbachtal (Main-Kinzig-Kreis)
Mittwoch, 3. August 2016, 10 Uhr
Treffpunkt: Waldschänke „Bayrische Schanz“ (97816 Lohr-Ruppertshütten) (K920, Flörsbachtal Richtung Lohr)

Weiter heißt es: "Im Bereich der Gemeinden Flörsbachtal und Jossgrund, an der Grenze zu Bayern, plant die in kommunalen Besitz befindliche „Naturenergie Main-Kinzig“ elf Windkraftanlagen. Die ursprünglich vorgesehenen Vorranggebiete sollen laut Entwurf des Regionalplanes Südhessen wegen massiver naturschutzrechtlicher Konflikte gestrichen werden. Eigentlich eine gute Nachricht für alle Naturschützer. Der anerkannte (klageberechtigte) Naturschutzverein „Windkraft im Spessart - In Einklang mit Mensch und Natur“ befürchtet jedoch neue Probleme. Grund ist der Erlass des hessischen Umweltministeriums vom 10. Juni 2016, in dem dieAbstandsgrenzen von Windkraftanlagen zu nachgewiesenen Vorkommen besonders geschützter Fledermausarten (Mopsfledermaus und Große Bartfeldermaus) plötzlich von 5.000 Meter auf 1.000 Meter reduziert werden. Weil das von CDU und Grünen ausgerufene Ziel, 2 Prozent der Landesfläche für Windvorranggebiete zur Verfügung zu stellen, im Bereich Südhessen anscheinend nicht erreicht wird, werden naturschutzrechtliche Standards, über Jahrzehnte entwickelt, vom grüngeführten Umweltministerium massiv geschliffen werden. Treffpunkt ist die Bayrische Schanz, ein über 300 Jahre altes Wirtshaus. Die Eigentümer fürchten die Zerstörung der Natur und des Landschaftsbildes im Spessart, mit dem die Familie seit Generationen verbunden ist."


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