Kurz vor 11.30 Uhr am späten Dienstagvormittag wartete der 32jährige Lkw-Fahrer eines Autotransporters vor der geschlossenen Bahnschranke der Hauptverkehrsstrecke Frankfurt-Würzburg am Bahnübergang im Hörsteiner Weg/Am Kieswerk in Karlstein.
Vor ihm standen noch zwei Pkw. Nachdem sich die Schranke wieder geöffnet hatte, querten die beiden Pkw den Übergang und der Lkw folgte ihnen langsam im Schritttempo. Obwohl die Signalanlage bei ihm bereits wieder Gelblicht und somit ein baldiges Schließen des Überganges anzeigte, fuhr er noch auf den Bahnübergang auf. Und gerade als sich der Autotransporter dann mitten auf den Schienen befand, senkten sich die Halbschranken der beiden Auffahrten und er blieb prompt mit einem auf dem Oberdeck stehenden Nissan an einem Schrankenbaum hängen.
Hierdurch wurde sowohl der nagelneue Pkw beschädigt, als auch der Schrankenbaum derart massiv verbogen, dass er fortan gefährlich nahe in den Gleisbereich hinein ragte. Der Lkw konnte den Übergang aber glücklicherweise noch durch die offenstehende Ausfahrschranke verlassen, bevor sich auch diese senkte und der herannahende Zug alsbald den Übergang erreichte. Bis die kaputte Schranke beseitigt und eine neue montiert war, durften die Züge den Übergang für die nächsten Stunden nur mit Schrittgeschwindigkeit und auf Sicht passieren. Für die ersten dreißig Minuten musste der Zugverkehr auf der eigentlich zweigleisigen Strecke für beide Richtungen gar auf ein Gleis umgeleitet werden. Da der aus Litauen stammende Lkw-Fahrer keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, konnte er erst nach Hinterlegen einer Sicherheitsleistung im deutlich dreistelligen Bereich seine Fahrt fortsetzen. Der Sachschaden beläuft sich auf annähernd 10.000 Euro.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















