Neun Waldbrände über die Osterfeiertage

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Eine Reihe von Waldbränden hat über das Osterwochenende die Feuerwehren im Main-Kinzig-Kreis in Alarmbereitschaft gehalten. Von Gründonnerstag bis Ostermontag verzeichnete die Leitstelle Main-Kinzig insgesamt neun Einsätze zu Wald- und Böschungsbränden. „Die Trockenheit, die jeder bei seinen Osterspaziergängen oder im eigenen Garten in den vergangenen Tagen beobachten konnte, macht auch den Wäldern zu schaffen. Die Waldbrandgefahr ist für April ungewöhnlich hoch. Deshalb bitte ich im Interesse des Naturschutzes wie auch zur Entlastung unserer Feuerwehren um äußerste Vorsicht mit offenem Feuer im Freien“, erklärt Landrat Thorsten Stolz (SPD).

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Viele Stunden brachten die Feuerwehren und Rettungskräfte über die Feiertage mit der Bekämpfung von großflächigen Bränden zu. Einer der Einsatzschwerpunkte war dabei das Stadtgebiet von Hanau. Dort standen am Samstagmittag im Stadtteil Großauheim rund 5.000 Quadratmeter Wald in Flammen, nachmittags auf einer weiteren Fläche an der Bundesstraße 43a 1.000 Quadratmeter, tags drauf nahe der Kesselstädter Straße noch einmal 1.000 Quadratmeter und am Ostermontag in Steinheim 400 Quadratmeter.

Aber auch in anderen Teilen des Main-Kinzig-Kreises rückten die Feuerwehren zu Großeinsätzen aus. Zunächst löschten sie am Donnerstag in Erlensee in der Nähe des Bärensees einen Brand von 350 Quadratmetern Fläche und in der Salmünsterer Münsterbergstraße am Freitagnachmittag ein Feuer über 40 Quadratmeter. Es folgten Einsätze am Ostersonntag in Maintal-Dörnigheim rund um die Sportanlage Dicke Buche mit 2.000 Quadratmetern Waldfläche sowie am Ostermontag in Hasselroth-Neuenhaßlau  (800 Quadratmeter) und Schlüchtern (1.000 Quadratmeter).

In der vergangenen Woche hatte das hessische Umweltministerium vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Aufgrund der warmen und trockenen Witterung hat sich die Lage nicht entspannt. Der Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes wies am Dienstag nach wie vor erhöhte bis hohe Waldbrandgefahr für den Bereich des Main-Kinzig-Kreises aus. „Diese Einsätze haben unsere Feuerwehrkräfte am Wochenende intensiv beschäftigt. An sie geht mein ausdrücklicher Dank für ihr Engagement, dass die Feuer relativ schnell eingehegt und unter Kontrolle gebracht werden konnten“, sagte Landrat Thorsten Stolz.

Kreisbrandinspektor Markus Busanni erinnert in dem Zusammenhang daran, dass kleine Feuerquellen schon ausreichen, um großflächige Brände zu entfachen. Trockene Böden in Verbindung mit trockenem Geäst und Laub aus dem vergangenen Jahr erleichterten derzeit die Ausbreitung. Bei Ausflügen und Aktivitäten im Wald ist daher erhöhte Vorsicht geboten. Außerhalb ausgewiesener Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden, beim Grillen ist darauf zu achten, dass es nicht zu Funkenflug kommt und dass am Ende alle Feuer richtig gelöscht sind. Im Wald ist das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet; selbst achtlos weggeworfene Zigarettenkippen außerhalb des Waldes bergen ein Brandrisiko und sind deshalb ordnungsgemäß zu entsorgen. Flaschen und Scherben können bei entsprechender Sonneneinstrahlung ebenfalls Feuer entfachen. Wer sein Auto in Waldnähe abstellt, muss dies auf dafür vorgesehenen Parkplatzflächen tun. Andernfalls könnte es sein, dass Fahrzeuge der Feuerwehr im Brandfall nicht auf direktem Wege zum Einsatzort gelangen.

Foto: Feuerwehr Hasselroth

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