Die „Berlin Open“ sind seit einigen Jahren Treffpunkt der Weltelite des internationalen Bogensports.
Die „Berlin Open“ sind seit einigen Jahren Treffpunkt der Weltelite des internationalen Bogensports.
Dementsprechend schwierig ist es, überhaupt einen Startplatz zu ergattern. Für alle Altersklassen und auch für alle Leistungskriterien gibt es eine Vielzahl von Bewerbern. Drei Tage lang wird inklusive freiem Training, Qualifikation und den Finals um die Platzierungen gekämpft.
Dieses Turnier ist laut Veranstalter das größte Bogensport-Hallenturnier Europas und zählt weltweit zu den Top 5. Weltmeister, Olympiasieger und Nationalmannschaftsschützen vieler Nationen treffen auf Breitensportler aus dem ganz normalen sportlichen Alltag. Um die Veranstaltung mit fast 500 Teilnehmer zu organisieren, bedarf es riesiger Ausmaße. In der Turnierhalle stehen 60 Scheiben nebeneinander, auf jeder einzelnen schießen in der Regel 4 Schützen. Dies alles zusammen macht die „Berlin Open“, die bereits zum fünften Mal stattfanden, so begehrt und erfolgreich.
Vom TV Meerholz war in diesem Jahr Günter Naumann dabei. Er berichtete: „Es war ein Riesenerlebnis. Am Freitag durften wir in der Halle des ausrichtenden Vereins BB Berlin trainieren. Die Location was sehr ungewöhnlich und besonders. Es war ein stillgelegtes Hallenbad. Wir schossen im großen Schwimmerbecken, ausgelegt mit Kunstrasen. Da hab ich mit der Nationalmannschaft von Chile zusammen auf einer Scheibe trainiert. Rechts daneben Kasachen, links von uns Holländer. Multi-Kulti eben, typisch Berlin. Alle mit ihren Nationaltrainern. Wahnsinn, ich habe nette Sportler aus aller Welt getroffen.“
Der routinierte und erfahrene Recurve-Schütze schaffte mit den vorgegebenen 60 Pfeilen 540 Ringe (von 600 möglichen). Damit erreichte er in der Qualifikation Rang 108 und verpasste leider den Einzug in das Finalschießen der besten 32. Dafür wären diesmal 572 Ringe zu treffen gewesen. Im Vorjahr waren es noch 564 Ringe. Ein Zeichen für das diesjährige hohe Niveau. Trotzdem war Naumann sehr zufrieden: „Meine 540 ist ein 9-er Durchschnitt pro Pfeil. Das ist meine beste Leistung in dieser Hallensaison. Was mich besonders freut, ist es hier bei den BERLIN OPEN geschossen zu haben“. Gegenüber dem Vorjahr steigerte er seine Leistung um 13 Ringe. Damals schloss er auf Platz 132 ab. Also eine wirklich erfreuliche Entwicklung.
Zurückgekehrt aus der Hauptstadt, in der er mit seiner Familie im Anschluss an die Turniertage noch einen dreitägigen Sightseeing-Urlaub genoss, stehen schon die nächsten Events 2015 auf dem Programm. Ein Turnier in Konstanz, Mitte Januar die Hessenliga-Wettkämpfe und dann schon die hessischen Hallen-Meisterschaften als Qualifikation zur deutschen Meisterschaft.
Foto: Günter Naumann (im Vordergrund).
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