Vorurteile überwinden und Freundschaften schließen – so fasste Haupt- und Realschullehrer Björn Keilwerth, Mitglied des Projektteams Polen an der Kinzig-Schule, die wichtigsten Zielsetzungen eines ehrgeizigen Partnerschaftsprojekts zusammen, das vor 20 Jahren seinen Lauf nahm.
Im November 2005 kam es unter der Projektleitung von mgr (Magister) Grzegorz Gorzelańczyk, mgr Roman Nowicki und Gymnasiallehrer Richard Guth zu einer Begegnung von 45 Schülerinnen und Schülern der Schulen ZSP nr 1 Jarocin und des Beruflichen Gymnasiums der Kinzig-Schule Schlüchtern im großpolnischen Jarocin, um das eigene Polen- und Deutschlandbild zu reflektieren und interkulturelle Kompetenzen zu stärken. „Es sind die Schülerinnen und Schüler, die das Schulpartnerschaftsprojekt mit Leben füllen, gerade durch Offenheit und die Bereitschaft, zusammenzuarbeiten. Die einzelnen Projektphasen stellen eine Brücke dar, die sich in den vergangenen zwanzig Jahren als stabil erwiesen hat, da sie von Menschen getragen wird”, betonte Björn Keilwerth in seiner Ansprache auf der Abschlussveranstaltung. Tatkräftig unterstützt wurde er von den anderen Mitgliedern des deutschen Projektteams, Gymansiallehrerin Margarete Kolenda und Gymnasiallehrer Ben Elm.
Die Projektzusammenarbeit kennzeichneten „vielfältige und neu gedachte Themen”, so Keilwerth, es standen dieses Jahr Fabeln als Teil des gemeinsamen Kulturerbes im Mittelpunkt der Projektarbeit: Die gemischten Arbeitsgruppen bereiteten ihre zwei- oder englischsprachigen Puppenspielvorstellungen mit viel Engagement vor, präsentierten anschließend diese und fertigten dazu ansprechende Bühnenbilder an. „Die Projektarbeit hat uns dabei geholfen, Sprachbarrieren zu überwinden und Freunde zu finden. Ich habe hier eine wunderbare Woche mit tollen Leuten verbracht”, freute sich Natalia aus der polnischen Gruppe nach dem Abschluss der Projektwoche. Ihr Mitschüler Bartek sprach von der Bedeutung „der Überwindung von Grenzen”. Der deutsche Schüler Christian betonte, dass man die Möglichkeit erhalten habe, eine neue Kultur kennen zu lernen und zu erfahren, wie man erfolgreich kommuniziere.
Auch mgr Grzegorz Gorzelańczyk, der wieder von mgr Danuta Kożuch begleitet wurde, betonte die Bedeutung von Akteuren, die „mit Freude mitmachen”, und sprach von vielen Erfahrungen, die man in all den Jahren gesammelt habe und das „Interesse am Weiterentwickeln” der Zusammenarbeit geweckt hätten. Wolfgang Krein, 2. Vorsitzender des Fördervereins für Städtepartnerschaften, hob hervor, dass die Jugend Europa weiterentwickeln werde und brachte seine Zuversicht zum Ausdruck, dass die Zeiten, in denen man – wie 2002/03 bei der ersten Fahrt des Partnerschaftsvereins nach Jarocin – drei Stunden an der Grenzen gestanden sei, nie zurückkehren würden, solange man in „einem Europa” lebe. In einem Europa der Brückenbauer.





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