Wie jedes Jahr lud die Schulgemeinde der OHS am Samstag, den 3.12.2016 vormittags zum Tag der offenen Tür ein.



Sowohl in den Eingangsbereichen als auch in den weitläufigen Fluren wurde durch farbige Hinweisschilder deutlich auf Veranstaltungsräume und Aktionen hingewiesen. „Wo sind denn sind die Streitschlichter?“, „Weißt Du was Mediation heißt?“, „Auf Plakaten steht „Lions Quest – was ist das?“ Streitschlichter, Mediation und Lions Quest sind allesamt Schulprojekte, die das friedliche Miteinander in der Schule wollen. Mediatoren gleichen ebenso wie Streitschlichter Konflikte aus, Teilnehmer des Lions Programms lernen, wie man sozial verträglich auch in unterschiedlichen Gruppen ausgleichend leben und lernen kann. Alles Dinge, die für junge Mädchen und Jungen ebenso wie für die Älteren an einer neuen Schule äußerst hilfreich seinen können, sich gut einzufinden. Denn ohne ein ruhiges Umfeld und ohne die Gewissheit, im Streitfall Orte und Personen zu kennen, die helfen, ist eine erfolgreiches Lernen nicht möglich. Nur derjenige, der sich wohl fühlt, kann auch die Muße finden, sich Zeit für das Lernen zu nehmen. Und dieses neue Lernen stellt doch auf einer weiterführenden Schule große neue Anforderungen. Nicht nur die Mitmenschen werden mehr, auch die Zeit in der Schule wird länger, neue Verkehrswege kommen dazu und nicht zuletzt neue Fächer. Am Informationstag war deshalb ein ganz großer Teil der Schulgemeinde als Ansprechpartner für die Besucher eingebunden. Um den interessierten Grundschulkindern und ihren Eltern Einblicke und Orientierung in der „Otto“ zu geben, gab es zahlreiche Vorträge, Vorführungen und Veranstaltungen zum Mitmachen.
Lehrkräfte und Schüler führten die Gäste durch die Schule, erklärten Räume, Unterrichtsprogramme und schulische sowie außerschulische Angebote. In den verschieden Klassenräumen lernten die kleinen und die großen Besucher die Profilklassen der OHS kennen. Hier stellten sich die bilingualen Klassen der Mittelstufe vor und berichteten über ihren Unterricht in Politik und Wirtschaft, Erdkunde und Geschichte auf Deutsch und auf Englisch. Dieses Programm gibt es in der Realschule und im Gymnasium ab dem Jahrgang fünf. In anderen Fluren gab es Einblicke in Lerngruppen im Gymnasium mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Das sind die sog. NAWI-Klassen der OHS, zu dem auch MINT (Mathematik, Informatik, Natur und Technik) zählt. Die Koordinatorin für Europa-Angelegenheiten, Elke Aulehla-Neubert, referierte über die Kooperation der OHS im Verbund mit den europäischen Europaschulen. Die Schule pflegt hier einen regen Austausch mit ihren Partnern. Mit sehr großem Interesse wurde auch das Ganztagesangebot (GTA) betrachtet. Das reicht u.a. von einer Zusammenarbeit mit der Hanauer Rudergesellschaft, mehreren Theater- und Tanz-AGs, Lego-Konstruktionsgruppen, Mädchen-Fußball, Streitschlichtern, Schulgarten-Pflege, Chorgesang bis zum Songwriting. Ein „Highlight“ des Tages war ohne Frage die Präsentation der Arbeitsgemeinschaft „Tierschutz“. Obwohl in Deutschland schon vor geraumer Zeit begonnen, ist dieses Projekt der Pädagoginnen Jannina Piringer an der OHS „taufrisch“. Die zwei „Demonstrationshunde“ Piringers zogen natürlich sehr viele Kinder in ihren Bann. Beide Tiere waren schon oft Gast und Lernobjekt an der Europaschule. Ziel der AG ist die Etablierung des Themas im Unterrichtsangebot. Junge Leute sollen einen bewussten Umgang mit den ihnen anvertrauten Kreaturen lernen. Das fängt bei dem richtigen Befolgen von Verhaltensregeln an und hört bei einem gesunden Füttern der Tiere noch lange nicht auf. Dass das Projekt schon etliche Referendare angesprochen hat, die sich dann auch als Tierschutzlehrer weiterbilden lassen, zeugt von der Aktualität. Die Begeisterung der Kleinen, unterstreicht den Sinn des Projektes.
Die Rektorinnen Rita Katzer und Schroer-Koch stellten in persönlichen Gesprächen die Realschule und die Hauptschule vor. Schwerpunkt der Hauptschule ist die Berufsorientierung. Zusammen mit der Beratungsstelle der Evangelischen Kirche „Pilot“ kümmert man sich neben der schulischen auch um die berufliche Ausbildung. Haupt- und Realschule bilden mit dem Gymnasium und der Gymnasialen Oberstufe den Aufbau, der als kooperative Gesamtschule bezeichnet wird. Das ist ein System von drei Schulformen unter einem Dach und auf einem Gelände. Ein Wechsel dazwischen ist möglich. Die neuen Schüler der fünften Klassen werden nach den Sommerferien auch von Patenschülern empfangen. Auch dieses bewährte Konzept hilft, Orientierung in der neuen Schule zu gewinnen.
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