Ein lauer Sommerabend, Musik, Freunde – ausgelassene Stimmung. Doch was, wenn eine einzige falsche Entscheidung alles verändert?
Ein lauer Sommerabend, Musik, Freunde – ausgelassene Stimmung. Doch was, wenn eine einzige falsche Entscheidung alles verändert?
Mit dieser Frage beschäftigte sich der Biologie-Leistungskurs der Otto-Hahn-Schule von Katharina Hantke, der im Rahmen des internationalen Projekts „P.A.R.T.Y. – Prevent Alcohol and Risk-Related Trauma in Youth“ an einem eindrucksvollen Präventionstag in der BG Unfallklinik Frankfurt am Main teilgenommen hat.
Das Präventionsprogramm richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie schwerwiegend die Folgen riskanten Verhaltens im Straßenverkehr sein können. Neben Alkohol- oder Drogenkonsum steht dabei auch die Handynutzung am Steuer im Mittelpunkt – ein scheinbar kleiner Moment der Ablenkung mit oft dramatischen Konsequenzen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren aus erster Hand, wie aus Unachtsamkeit lebensverändernde Situationen entstehen können – nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren Familien und Freundeskreise.
Während des Projekttages erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in verschiedene wichtige Bereiche der Klinik. In der Notaufnahme und im Schockraum konnten sie hautnah erleben, wie das medizinische Personal unter großem Zeitdruck schwerverletzte Patienten versorgt. Auf den Intensiv- und Normalstationen wurde deutlich, wie langwierig und belastend der Heilungsprozess nach einem schweren Unfall ist – sowohl körperlich als auch psychisch.
Der Besuch des Hubschrauberlandeplatzes machte die Schülerinnen und Schüler mit den organisatorischen und medizinischen Herausforderungen vertraut, die eine schnelle Patientenversorgung aus der Luft erfordert. Zusätzlich konnten die Jugendlichen einen Rettungswagen besichtigen und so unmittelbar erfahren, wie die Erstversorgung direkt am Unfallort abläuft. Im Rehabilitationszentrum wurde ihnen gezeigt, wie entscheidend eine intensive und individuelle Nachsorge für die vollständige Genesung und die Rückkehr in den Alltag ist.
Besonders beeindruckend waren die persönlichen Begegnungen mit medizinischem Fachpersonal, Rettungskräften sowie Unfallopfern, die offen über ihre Erlebnisse berichteten. Ein Mann, der durch einen Unfall eine Querschnittslähmung erlitt, erzählte eindrucksvoll von seinem langen Weg der Rehabilitation und den täglichen Herausforderungen, mit denen er nun umgehen muss. Seine ehrlichen Worte werden den Schülerinnen und Schülern sicher in Erinnerung bleiben.
"Der Besuch in der BG Unfallklinik hat bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das P.A.R.T.Y.-Programm vermittelt wichtige Botschaften durch Nähe, Ehrlichkeit und authentische Begegnungen – und trägt so dazu bei, dass junge Menschen bewusster und verantwortungsvoller handeln. Für die Schülerinnen und Schüler war der Tag äußerst lehrreich: Sie nahmen mit, wie schnell aus einer einzigen unüberlegten Handlung schwerwiegende und lebensverändernde Folgen entstehen können. Eine Erfahrung, die prägt – weit über den Tag hinaus. Wir bedanken uns herzlich bei der BG Unfallklinik Frankfurt am Main für die Möglichkeit, diesen besonderen Tag erleben zu dürfen. Ein besonderer Dank gilt Frau Ott, die die Organisation mit großem Engagement und Professionalität begleitet hat. Wir freuen uns sehr darauf, auch in Zukunft wieder an diesem wichtigen Programm teilnehmen zu können", heißt es abschließend aus der Schule.


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