Schon beim Betreten des Schülerlabors an der Goethe-Universität lag ein Hauch von echter Forschung in der Luft.
Schon beim Betreten des Schülerlabors an der Goethe-Universität lag ein Hauch von echter Forschung in der Luft.
Schutzbrillen, Laborkittel und zahlreiche Versuchsstationen warteten auf die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Lindenauschule.
Geben und Nehmen – die Redoxreaktionen: Der Thementag Chemie an der Universität
Um 8 Uhr begann der noch junge Tag am Hanauer Hauptbahnhof. Gemeinsam brachen die Jugendlichen in Richtung Riedberg-Campus der Universität Frankfurt auf. Gegen 9 Uhr trafen sie im Schülerlabor ein, wo sie mit einem herzlichen Einstieg von einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Arbeitskreises begrüßt wurden. Diese führte in den Ablauf des Tages ein und erklärte die wichtigsten Sicherheitsregeln. Unterstützt wurde sie dabei von zwei Masterstudenten.
Nach den einleitenden Worten war es endlich so weit: Schutzbrillen und Laborkittel an – die Experimente konnten starten.
Die Lernenden, nun in Zweiergruppen, begannen mit den ersten Versuchen. Insgesamt acht Experimente konnten sie in den nächsten zweieinhalb Stunden durchführen:
Wer hat Hunger? Gegen 11 Uhr gab es eine halbstündige Mittagspause, in der die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Mensa besuchen, sondern auch den Campus von außen entdecken konnten. Hungrige und doch neugierige Gesichter erfüllten die Flure.
Um 11:30 Uhr versammelten sich alle wieder im Labor – die letzte Stunde begann. Nun wurden nicht nur Experimente durchgeführt, sondern auch Versuche wie die Wunderkerze angezündet. Verschiedene Farben erleuchteten den Raum aufgrund der „Oxidationsreihe der Metalle“. Der Versuch „Reduktion von Kupferoxid in der Mikrowelle“ erstaunte nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern brachte sie auch zum Nachdenken: „Wie kann es sein, dass ein ganz normaler Haushaltsmikrowellenofen die Schmelztemperatur von Kupfer (1085 °C) erreichen kann?“, fragte eine Schülerin.
Der Tag wurde schließlich mit einer Auswertung und einem Feedback beendet.
„Ich habe noch nie so viele Experimente durchführen können.“
„Ich habe Sachen gelernt, die ich davor für unmöglich gehalten hätte!“
– so die Aussagen der Lernenden.
"Wir als Schülerschaft danken nicht nur unseren Lehrkräften, sondern auch der Goethe-Universität und dem Riedberg-Campus für diesen unvergesslichen Tag. Durch sie ist unsere Liebe zum Fach Chemie gewachsen. Danke!", so Saoussane Charif, Schülerin des Jahrgangs 10 und Autorin dieses Textes.

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