Fast 50 Schülerinnen und Schüler der Otto-Hahn-Schule gehen freiwillig später in die Ferien, um im Jugendzentrum Ronneburg die Gestaltung ihrer Schule zu planen.
„Vor den Ferien ist nach der dritten Stunde Schluss.“ Dieser Satz galt in diesem Jahr nicht für 48 Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Otto-Hahn-Schule, die stattdessen von Donnerstagmorgen bis Freitagnachmittag gemeinsam mit vier Lehrkräften im Jugendzentrum Ronneburg an der Gestaltung ihres Schullebens arbeiteten.
Initiiert wurde die erstmalig durchgeführte Fahrt von der Schulleitung und der SV-Lehrerin Angela Kirchhoff mit der Zielsetzung, den Schülerinnen und Schülern frei von dem sonst üblichen Zweistundentakt Zeit und Raum zu geben, intensiv über aktuelle Themen des Schullebens zu diskutieren. Schulleiter Stephan Rollmann besuchte die Gruppe am Donnerstag und nahm am gemeinsamen Abendessen teil: „Mit der Durchführung einer solchen Fahrt wollten wir den Klassensprecherinnen und Klassensprechern sowie dem SV-Vorstand nicht nur unsere Wertschätzung für ihre Arbeit entgegen bringen, sondern ihnen auch ganz klar signalisieren, dass ihr Engagement von Seiten der Schulleitung sowie der gesamten Schulgemeinde ausdrücklich erwünscht und unterstützt wird.“
Da der Großteil der Schüler im derzeitigen SV-Vorstand nach diesem Schuljahr die Schule nach bestandenem Abitur verlassen wird, war es ein zentrales Anliegen der Fahrt, gerade bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern Neugier auf die Arbeit in der Schülervertretung zu vermitteln. Hierzu wurden am Donnerstag in verschiedenen Kleingruppen zunächst die Arbeit des SV-Vorstandes vorgestellt und aufgezeigt, welche Aufgaben und Chancen sich bei der Ausübung eines Amtes wie dem des Schul-, Jahrgangs- oder Schulzweigsprechers bieten. Im Anschluss wurden in Workshops Probleme des Schulalltags aufgearbeitet sowie Verbesserungsvorschläge und Anregungen gesammelt und nach dem Abendessen der gesamten Gruppe präsentiert.
Nach einer kurzen Nacht stand am nächsten Tag die Auswertung einer im Vorfeld der Fahrt durchgeführten Schülerbefragung auf der Tagesordnung. In verschiedenen Gruppen wurden die Ergebnisse zu zentralen Themen wie dem der weiteren Verbesserung des Schulklimas, der Gestaltung der Mensa oder des Umgangs zwischen Lehrern und Schülern diskutiert und konkrete Ideen gesammelt, um den aufgezeigten Herausforderungen zu begegnen. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen wiederum im Plenum vorgestellt und eine Einigung darüber getroffen, in welcher Reihenfolge die Projekte angegangen werden sollen.
Finanziert wurde die Fahrt durch den Elternbeirat und dem Förderkreis der Otto-Hahn-Schule. Nach dem Eindruck der begleitenden Lehrkräfte war das Geld hervorragend angelegt. SV-Lehrerin Angela Kirchhoff: „Ich habe eineinhalb Tage Schülerinnen und Schüler erlebt, die sich total engagiert haben und konzentriert, ruhig und zielstrebig an ihren Ideen arbeiteten. Dabei war beeindruckend mit welchem gegenseitigen Respekt und welcher Rücksicht die jüngeren und die älteren Schülerinnen und Schüler miteinander umgegangen sind.“ Abschließend war sich das Team deshalb auch einig: Aufgrund der überaus positiven Erfahrungen soll die Fahrt zu einem festen Bestandteil im Jahresplan der OHS werden.
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