Mit Blick auf die zum Teil sehr wechselvollen Laufbahnen und die insgesamt 126 Jahre im öffentlichen Dienst sprach Landrat Thorsten Stolz (SPD) von einem „ganz besonderen Ehrentag“ für die drei Kollegen Reiner Joh, Walter Weß und Michael Creß sowie die Kollegin Kerstin Schmidt.
Sie feierten kürzlich gemeinsam ihr Dienstjubiläum. Zudem wurde Manfred Schneider nach 44 Jahren beim Main-Kinzig-Kreis in den Ruhestand verabschiedet.
Landrat Thorsten Stolz nutzte diesen feierlichen Anlass, um den Beschäftigten für das gezeigte Engagement für den Main-Kinzig-Kreis zu danken und persönlich zu gratulieren. „Die ausdauernde, zuverlässige und kompetente Arbeit verdient höchsten Respekt“, betonte er im Kreis der anwesenden Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen. Der tägliche Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Qualifikationen sei das wichtigste Kapital einer Verwaltung.
„Wir verbringen einen sehr großen Teil unserer aktiven Zeit im Berufsleben“, sagte der Landrat. Dabei entstehen wertvolle Kompetenzen, vielfältige Erfahrungen und detailliertes Fachwissen. Darauf konnte sich auch Manfred Schneider bei seiner Arbeit in der Wohngeldbehörde immer verlassen. Der geschätzte Kollege aus Sinntal hat im Herbst 1975 seine Ausbildung beim Main-Kinzig-Kreis begonnen und war kurze Zeit im Bereich Sport und Freizeit in Schlüchtern eingesetzt. Aber schon 1978 kam der Wechsel nach Gelnhausen, wo er bis zuletzt tätig war. Für den jetzt folgenden Ruhestand wünschte der Landrat „alles Gute und viel Freude“.
Auf 40 Jahre im öffentlichen Dienst kann Reiner Joh zurückblicken. Der gelernte Bürokaufmann begann seine Ausbildung 1975 bei Möbel Walther in seiner Heimatgemeinde Gründau. Vier Jahre später startete er dann seine neue Laufbahn bei der Hessischen Polizeischule in Wiesbaden. 1990 folgte dann die Abordnung zur Verkehrsbehörde des Main-Kinzig-Kreises. „Fast zwanzig Jahre später zeigte Reiner Joh erneut seine hohe Flexibilität mit dem Wechsel in den Bereich Sitzungsdienste und Partnerschaftspflege“, berichtete der Landrat.
Seit Herbst 2010 ist er Mitglied der Schwerbehindertenvertretung und heute freigestellte Vertrauensperson der schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen in der Verwaltung. Bekannt ist Reiner Joh als „starker Fürsprecher für Menschen mit Behinderung“ sowie für sein aufgeschlossenes Wesen und seinen ausgeprägten Humor, wie die Kolleginnen und Kollegen bestätigen. Dieses Talent setzt er unter anderem als begeisterter Karnevalist bei den „Schiwwerbergern“ in Niedergründau ein.
Seit inzwischen 25 Jahren ist Kerstin Schmidt als „Eigengewächs“ für den Main.-Kinzig-Kreis tätig. Im September 1988 begann sie hier ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Anschließend wurde sie in der Bauaufsicht in Gelnhausen eingesetzt. Zwischen Dezember 1997 und Sommer 2010 kümmerte sie sich zu Hause in Schlüchtern vorrangig um ihre beiden Söhne und kehrte anschließend in die Verwaltung zurück.
Seitdem arbeitet Kerstin Schmidt als Assistentin im Bereich Baumanagement für das Amt für Schulwesen und Liegenschaftsverwaltung. Auch sie durfte sich an ihrem Ehrentag über die Glückwünsche der Vorgesetzten sowie der Kolleginnen und Kollegen freuen. „Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Ausdruck unseres Respekts, dass wir gemeinsam dieses Jubiläum würdigen“, machte Landrat Thorsten Stolz deutlich.
Diese Wertschätzung gilt auch dem „Gelnhäuser Urgestein“ Walter Weß, der 1984 zunächst in seiner Heimatstadt eine erfolgreiche Ausbildung beim Autohaus König begonnen hat. Als gelernter Kraftfahrzeugmechaniker war er dann bei der Firma Reifen Seher tätig sowie mehrere Jahre bei der Firma Günter Schmidt & Co als Kraftfahrer. In dieser Funktion wechselte er im Oktober 1994 zur Polizeidirektion Hanau, wo der bis März 2001 am Lenkrad den damaligen Chef begleitete. Dann kam es zur erneuten Veränderung mit dem Wechsel zum Main-Kinzig-Kreis. Hier war er zunächst als Kurierfahrer unterwegs und später dann als Fahrer für die Dezernenten. Im Sommer 2009 konnte er zudem erfolgreich die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten abschließen. Seit mehreren Jahren bringt er die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler schnell und sicher zu ihren zahlreichen Terminen. Sie schätzt dabei die gute Laune und Verlässlichkeit von Walter Weß, der sich zudem nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt.
Als „ruhig und besonnen“ wird auch Michael Creß beschrieben, der seit Sommer 2018 als persönlicher Referent und Büroleiter den Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann unterstützt. Zuvor war er mehrere Jahre als Abteilungsleiter der allgemeinen Verwaltung im Gesundheitsamt tätig und Geschäftsführer des Arbeitskreises Jugendzahnpflege. Der gebürtige Wächtersbacher begann zunächst seine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt bei der Stadt Frankfurt und war dort im Personal- und Organisationsamt tätig. Im April 2009 folgte dann der Wechsel zum Main-Kinzig-Kreis.
In seiner Freizeit ist er gern in den Bergen unterwegs oder sportlich auf dem Rennrad, wie Heinz Neuendorf als Vertreter des Personalrates zu berichten wusste. Er übermittelte an alle Jubilare und Ruheständler die besten Grüße und wünschte weiterhin Kraft und Freude. Auch Gleichstellungsbeauftragte Nicole Dein richtete einige persönliche Worte an die Ehrengäste und wünschte „auch künftig tolle Perspektiven“. Ein herzliches Dankeschön formulierte auch Cornelia Gasche als Leiterin des Personalamtes. Es sei für sie stets ein wertvoller Moment, einmal „den Blick auf die Personen hinter den Aufgaben zu richten“.
Foto (von rechts): Heinz Neuendorf, Cornelia Gasche, Landrat Thorsten Stolz, Manfred Schneider, Reiner Joh, Walter Weß, Michael Creß, Kerstin Schmidt und Nicole Dein.