Deswegen gibt es jetzt schon die ersten Nachweise von Amphibienaktivitäten zum Beispiel des Feuersalamanders. „Auf unseren Asphaltwegen im Wald wurde am Wochenende der erste Feuersalamander für dieses Jahr nachgewiesen“, berichtet die stellvertretende Forstamtsleiterin Sigrun Brell vom Forstamt Hanau-Wolfgang und muss gleich eine traurige Nachricht überbringen, „leider wurde er von einem Fahrradfahrer überfahren.“ Naturschützer von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz haben sich an das Forstamt gewandt, um zu überlegen, wie sich diese Unglücksfälle möglichst vermeiden lassen.

Maßnahmen geplant

„Wir werden im Bereich rund um den Staatswald Wolfgang Plakate aufhängen, um die Waldbesucher für das Thema zu sensibilisieren und zu langsamen Fahren zu animieren“. Es könnten auch schon die ersten Grasfrösche die Köpfe aus ihren Winterverstecken rausstrecken. Diese werden bei ungefähr bei zweistelligen Temperaturen aktiv. Die Tiere sind wechselwarm und auf warme Außentemperaturen angewiesen. So tanken sie gerne jeden Sonnestrahl auf den im Vergleich zum Waldboden aufgeheizten Wegen. „Und dort werden sie leider von Radfahrern oder Autofahrern leicht übersehen“, weiß die Forstfrau.

Amphibienschutz wird immer wichtiger. Seit einiger Zeit nehmen die Populationen verstärkt ab. Dies liegt in unserem Gebiet vor allem an den trockenen Jahren. Per kostenloser App kann jeder auf einfache Art und Weise Beobachtungen der selten gewordenen Tiere melden. Daher gilt beim Spaziergang, beim Joggen oder Radfahren: Augen auf! Zu sehen sind die Tiere meist gegen Abend oder am frühen Morgen auf Waldwegen, an Waldrändern oder am Rand von feuchten Gebüschen.

Hintergrund

Die beste Jahreszeit, Feuersalamander zu finden, ist eigentlich ab März, wenn die Tiere aus ihren Winterverstecken kommen, um auf Partnersuche zu gehen, bis in den September hinein. Den Feuersalamander trifft man vor allem in Laub- und Mischwäldern mit einem hohen Anteil an Totholz, alten und entwurzelten Bäumen. Auch Erdhöhlen dienen ihm als Rückzugsort. Hier zieht er sich tagsüber zurück, um sich vor Fressfeinden und Austrocknung durch Sonneneinstrahlung zu schützen. Obwohl es sich um nachtaktive Tiere handelt, kann man sie nach Regenschauern auch tagsüber entdecken. Da die Tiere immer seltener werden, hat das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Amphibien und Reptilienschutz in Hessen und der Uni Gießen eine kostenlose Smartphone-App entwickelt, mit der Beobachtungen von Feuersalamandern von jedermann gemeldet werden kann. Diese kann auf der Internetseite des HLNUG heruntergeladen werden.

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