Mittwoch: 21 neue Coronavirus-Fälle im Main-Kinzig-Kreis

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Für den Mittwoch, 1. April, meldet das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises zusätzliche 21 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Personen kommen aus Hanau (4) Maintal (3), Langenselbold, Bruchköbel, Erlensee (2), Hasselroth, Gründau, Steinau (4), Brachttal,  Linsengericht und Schöneck (2). Parallel wurden sechs Fälle als gesund gemeldet, so dass die Zahl der laborbestätigten Erkrankungen unter dem Strich jetzt bei 164 liegt.

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Die Situation der stationär versorgten Patienten ist unverändert. Zu dem aus Hanau in diesem Zusammenhang gemeldeten Todesfall lagen dem Kreisgesundheitsamt am Nachmittag noch keine belastbaren Informationen vor.

Indessen ist die Verunsicherung rund um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus weiterhin hoch. Immer wieder wird zu Beispiel gefordert, Einkaufswagen, Kartenterminals oder auch Kassenbänder im Lebensmitteleinzelhandel zu desinfizieren. Nach Einschätzung der Fachleute und auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen sind diese Maßnahmen jedoch nicht erforderlich. Auch die Behörden des Main-Kinzig-Kreises sowie der Städte und Gemeinden sehen keine Notwendigkeit, eine derartige Vorgabe verpflichtend durchzusetzen.

„Es gibt aktuell keine sachliche Grundlage für eine flächenhafte Desinfektion oder das Tragen von Einmalhandschuhen“, sagt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Das Material werde derzeit vorrangig für das medizinische oder pflegerische Personal benötigt, um besonders gefährdete Bereich zu schützen. Darüber hinaus sei der Nutzen nicht geben, der Effekt nur von kurzer Dauer und es würde unverhältnismäßig viel Desinfektionsmittel verbraucht. Stattdessen sei konsequentes Händewaschen das wesentlich wirksamere Mittel, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Die Gesundheitsdezernentin spricht sich für gezielte und sinnhafte Maßnahmen aus, die mehr sind als bloßer Aktionismus. „Wir brauchen gerade im Umgang mit dem Cornavirus die nötigte Sorgfalt und das richtige Augenmaß, um in der vorbeugenden Strategie glaubhaft und erfolgreich zu sein“, sagt Susanne Simmler.

Zwar könne das neue Coronavirus Sars-CoV-2 grundsätzlich durch Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang dort überleben. Bis dato sind keine Fälle nachgewiesen, bei denen sich Menschen durch den Kontakt zu Gegenständen, an denen das Virus haftet, angesteckt haben.

Nach starker Kontamination kann das Sars-CoV-2-Virus nach Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bis zu drei Stunden als Aerosol (Flüssigkeitsnebel in der Luft), bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu zwei bis drei Tage auf Edelstahl und Plastik überleben. Allerdings beruhen diese Angaben auf Untersuchungen unter Laborbedingungen. Dem BfR sind bisher keine Corona-Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt geworden.

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