Dienstag: 15 neue Coronavirus-Infektionen

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Am Dienstag meldet das Gesundheitsamt für den Main-Kinzig-Kreis insgesamt 15 weitere laborbestätigte Covid-19-Fälle, darunter neun aus Hanau. Damit wurden für die Stadt seit dem 11. Mai insgesamt 53 Infektionen gemeldet und umfassend bearbeitet. Mit den seit Mittwoch, 20. Mai, vorliegenden Informationen über die Veranstaltung in Frankfurt hat das Gesundheitsamt alle Fälle mit Blick auf den möglichen Ursprung noch einmal zusammengefasst.

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Inklusive der anschließenden Übertragungen innerhalb der betroffenen Familien sind in Hanau bisher 41 Infektionen auf den Gottesdienst am 10. Mai zurückzuführen. Die Fälle waren in den vergangenen Tagen bereits veröffentlicht worden. Aktuell wurden am Dienstag zudem noch sechs bestätigte Fälle aus Maintal gemeldet, die ebenfalls auf den Gottesdienst zurückzuführen sind. Weitere Testungen wurden veranlasst, so dass diese Zahlen noch ansteigen können.

Wie der Main-Kinzig-Kreis berichtet, besuchte nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nur ein junger Mann aktiv den Schulunterricht. Auch hier haben die intensiven Vorbereitungen gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt gut gegriffen. „Schon vor einer Laborbestätigung haben die Kollegen von der Schule die Kontaktlisten erhalten, die Schule hat von sich aus nochmals auf die Regelungen hingewiesen und nach Bestätigung wurden alle Kontakte informiert und werden nun getestet“, erläutert Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD). Weitergehende Maßnahmen seien derzeit nicht beschlossen und auch nicht angezeigt.

Das Beispiel zeige aber erneut, wie schnell eine Übertragung erfolgen kann, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. „Unser Gesundheitsamt ist weiterhin akribisch dabei das Infektionsgeschehen zu analysieren, es wurden Absonderungen ausgesprochen und die vorgesehen Beratungsgespräche zu den Auflagen auch mit den Kontaktpersonen geführt. Weiterhin erwarten wir auch aus den betroffenen Familien noch Testergebnisse“, berichtet Simmler weiter.

Nach derzeitiger Auswertung geht das Gesundheitsamt davon aus, das Infektionsgeschehen weitgehend eingrenzen zu können. „Wir können die Fälle derzeit zuordnen, die häusliche Absonderung wird eingehalten und die hygienischen Auflagen werden befolgt“, teilt die Gesundheitsdezernentin mit. Auch die umsichtige Mitwirkung von niedergelassenen Ärzten bei der Testung haben hier erfolgreich die weiteren Übertragungen deutlich reduziert.

Aufgrund des Geschehens regt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler darüber hinaus an, dass generell und landesweit, wie bei den Gaststätten auch, alle Teilnehmenden an religiösen Zusammenkünften namentlich erfasst werden und diese Listen in einem Infektionsfall den Gesundheitsämtern zur Verfügung gestellt werden. So verfahren bereits jetzt einzelne Gemeinden, allerdings auf freiwilliger Basis. „Wir sehen aber doch an diesem Beispiel, wie kompliziert und mit Zeitverzug die Nachverfolgung ist, wenn erst mühsame Detektivarbeit betrieben werden muss. Diesen Zeitverlust sollten wir uns sparen. Eine einheitliche Richtlinie von Seiten des Landes würde eine schnelle und effiziente Nachverfolgung noch verbessern“, sagt Simmler abschließend.

Mit den 15 neuen bestätigten Covid-19-Fällen liegt die Gesamtzahl jetzt bei 741. Aktuell gelten insgesamt 198 Personen im Main-Kinzig-Kreis als mit Covid-19 infiziert. Stationär behandelt werden derzeit noch acht Personen aus dem Main-Kinzig-Kreis.

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