Freitag: 69 neue Corona-Fälle, weitere Kontaktbeschränkungen

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Am Freitag meldet das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises 69 laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt der Inzidenzwert nach eigener Berechnung auf 82. Neun Personen werden als genesen gemeldet. Vor diesem Hintergrund hat der Verwaltungsstab die angekündigten vorbeugenden Schutzmaßnahmen verbindlich in einer Allgemeinverfügung festgelegt.

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Gemäß der klaren Vereinbarung zwischen Bund und Ländern gelten ab einem Inzidenzwert von 75 weitere Kontaktbeschränkungen. Diese erneute Reduzierung der Begegnungen im öffentlichen und privaten Umfeld gilt nun ab Samstag, 24. Oktober.

Für den gesamten Main-Kinzig-Kreis wurde jetzt zusätzlich zu den bisher geltenden Regelungen verbindlich angeordnet, dass sich im öffentlichen Raum nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen treffen dürfen. „Damit regeln wir den Bereich, auf den in den vergangenen Monaten nachweislich die meisten Ansteckungen zurückzuführen sind, nämlich Feierlichkeiten und gesellige Treffen im privaten Umfeld“, erläutern Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD).

Diese zusätzlichen Kontaktbeschränkungen seien notwendig, um weitergehende Einschränkungen zu vermeiden. Die Beschränkung auf Personen oder Mitgliedern zweier Hausstände gilt analog auch für private Gruppen in Gaststätten, Mensen, Hotels, Kantinen, Eisdielen, Eiscafés sowie Vereinsräume. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird zudem eine Höchstteilnehmerzahl von fünf Personen dringend empfohlen. Für organisierte Veranstaltungen im Bereich Kultur und Sport sollen weiterhin 100 Personen unter freiem Himmel und 50 Personen im geschlossenen Raum möglich sein. Hier gelten zudem die Auflagen der hessischen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (CoKoBeV) mit den konkreten Abstands- und Hygienebestimmungen, der Datenerfassung der Gäste sowie eine entsprechende Sitzordnung.

„Bei Einhaltung dieser Vorgaben konnten bisher Infektionen weitestgehend verhindert werden. Deshalb wollen wir diese Veranstaltungen aktuell nicht weiter beschränken“, erklärt Landrat Thorsten Stolz. Auch wenn damit ein hoher organisatorischer Aufwand und eine große Verantwortung verbunden seien, so gebe es zu diesem Verfahren derzeit keine Alternative. Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionen muss sich der Verwaltungsstab schon jetzt über weitere wirkungsvolle Maßnahmen unterhalten. Diese Ausrichtung wurde bereits am Donnerstag mit den BMs in einer Telefonkonferenz verabredet. Wie Stolz und Simmler betonen, müsse es unbedingt gelingen, das exponentielle Wachstum der Infektionen wieder zu verlangsamen. Das liegt in unser aller Hand und kann nur gemeinsam erreicht werden “, betonen die Erste Kreisbeigeordnete und der Landrat.

Vor diesem Hintergrund wird das Gesundheitsamt seine Arbeit noch weiter fokussieren und in der Konsequenz andere Tätigkeiten wie zum Beispiel Schuleingangsuntersuchungen, Gutachten und Belehrungen zunächst aussetzen. „Wir brauchen bei diesen hohen Zahlen an Infektionen und Kontaktpersonen derzeit alle Beschäftigten, um diese bisher in der Pandemie nicht gekannte Dimension zu organisieren und alle Betroffenen schnellstmöglich zu informieren“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Nach Monaten der Pandemie leisten die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt sowie der gesamten medizinischen Versorgung für die gesamte Gesellschaft immer noch eine herausragende Arbeit.

Die 69 Fälle verteilen sich auf 21 Kommunen im Main-Kinzig-Kreis: Hanau  (11), Maintal (8), Gelnhausen (7), Linsengericht (5), Bruchköbel (5), Wächtersbach (5), Schöneck (4), Erlensee (3), Gründau (3), Langenselbold (3), Rodenbach (2), Nidderau (2), Bad Soden-Salmünster (2), Schlüchtern  (2) sowie Biebergemünd, Birstein, Freigericht, Hasselroth, Neuberg, Sinntal und Steinau. Darunter befindet sich jetzt auch jeweils ein Fall an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim sowie an den Beruflichen Schulen in Gelnhausen. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Main-Kinzig-Kreis insgesamt 2031 Menschen nachweislich mit dem SarsCoV-2-Virus infiziert. Die Zahl der „aktiven“ Fälle liegt bei 664. Die akute Infektion mit dem Virus überstanden haben 1312 Menschen. Aktuell werden 16 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis stationär behandelt.

Die Allgemeinverfügung ist im Wortlaut im Internet unter mkk.de/Aktuelles/öffentliche Bekanntmachungen zu finden. In der Rubrik CoroNetz finden sich außerdem zahlreiche Erläuterungen rund um die aktuellen Bestimmungen und Auflagen sowie zum Verhalten bei einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus.

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